Der achtmalige Nationalspieler Robert Enke , der sich in den vergangenen Tagen nicht fit gefühlt hatte, fuhr bereits am Montagmorgen in Absprache mit dem Trainerteam und Mannschaftsarzt Prof. Dr. Tim Meyer zu gezielten weiterführenden Untersuchungen von Köln nach Hannover. „Ein Hinweis auf Schweinegrippe ist ausgeschlossen“, erklärte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff und erstickte damit jedwede Gerüchte in diese Richtung im Keim.
Bundestrainer Joachim Löw teilte Robert Enke am Montagabend mit, dass er nicht ins Trainingslager im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen anreisen muss.
Wer für den 32-jährigen Enke gegen Aserbaidschan im Tor stehen wird, wurde nicht mitgeteilt. „Dadurch ergibt sich eine neue Konstellation“, meinte Joachim Löw.
Robert Enke erhofft sich durch eine genaue Untersuchung bei einem Internisten in seiner Wahlheimat Hannover Klarheit über seine rätselhafte Infektionskrankheit. „Ich bin maßlos enttäuscht, aber ich habe nicht das Gefühl, voll einsatzfähig zu sein. Mit diesem Risiko kann ich nicht in ein WM-Quali-Spiel gehen. Ich hoffe, dass bald klar wird, was ich habe“, sagte der 32-Jährige der "Bild"-Zeitung.
Es gilt als wahrscheinlich, dass der Leverkusener Rene Adler nach seiner hervorragenden Vorstellung beim 2:0-Erfolg am vergangenen Samstag in Leverkusen gegen WM-Gastgeber Südafrika in die Mannschaft rücken wird.
Im ersten Training in der Sportschule Barsinghausen am Montagabend dabei war auch Torjäger Mario Gomez. Der Bayern-Stürmer hatte am Sonntag wegen Beschwerden am rechten Knie das Training abbrechen müssen. Der Gesundheitszustand des 24-Jährigen hatte sich aber über Nacht bereits „deutlich verbessert“. Eine Kernspintomographie hatte ergeben, dass bei Gomez kein schwerwiegender Schaden vorliegt.
sid/omi





