Boxen

Kubaner Solis hat noch nicht genug von Klitschko

Nach dem frühen Aus gegen Vitali Klitschko muss Odlanier Solis unters Messer. Sein Manager fordert von Klitschko, einer Neuauflage des Kampfes zuzustimmen.

Profi-Boxer Odlanier Solis muss nach seiner K.o.-Niederlage gegen WBC-Weltmeister Vitali Klitschko am rechten Knie operiert werden. Beim Exil-Kubaner, der am Samstag in Köln durch K.o. in der ersten Runde verloren hatte, wurde die schwere Verletzung bei einer Arthroskopie am Sonntag bestätigt. Das teilte der Arena-Boxstall von Promoter Ahmet Öner mit.

„Das vordere Kreuzband mussten wir komplett entfernen, der äußere Meniskus ist eingerissen, und der Schaden am Knorpel ist so groß wie ein Zwei-Euro-Stück“, sagte Jörn Michael, Oberarzt in der Orthopädie der Kölner Uni-Klinik. Die Operation soll noch in dieser Woche in einer bayerischen Spezialklinik vorgenommen werden.

Das Knie verdreht

Solis hatte beim WM-Duell in Köln kurz vor dem Ende der erste Runde einen Schlag an die Schläfe erhalten, war anschließend im Rückwärtsgang gestürzt und hatte sich dabei das Knie verdreht. Während der Ringrichter auf K.o. wegen der Schlagwirkung erkannte, sieht Solis den Vorfall anders: „Den Schlag habe ich gar nicht richtig gespürt, das war nur ein einfacher Wischer. Mein Bein gab plötzlich nach, ich habe die Balance verloren und dann beim Fallen sofort gemerkt, dass etwas kaputt war.“

Öner fordert von Klitschko, einer Neuauflage des Kampfes zuzustimmen. Der 39-jährige Ukrainer hatte aber bereits Samstagnacht einen Rückkampf abgelehnt. Vermutet wird, dass der ältere Klitschko-Bruder noch vor dem Duell von WBO- und IBF-Weltmeister Wladimir Klitschko gegen den britischen WBA-Champion David Haye, der Ende Juni oder Anfang Juli ausgetragen wird, in den Ring steigen will.