Erst um 0.55 Uhr am Sonntagmorgen hatten die Fans von Fußball-Rekordmeister Bayern München Klarheit: Im Achtelfinale des DFB-Vereinspokals (27./28. Oktober) müssen die Stars von Trainer Louis van Gaal im einzigen Bundesligaduell und Topspiel der Runde beim Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt antreten. Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und Europameisterin Celia Okoyino da Mbabi hatten zu nachtschlafender Zeit gemeinsam die Auslosung im Rahmen des Aktuellen Sportstudios im ZDF vorgenommen.

„Jetzt wird’s auch langsam Zeit“, sagte ZDF-Moderator Michael Steinbrecher, als um 0.50 Uhr endlich mit der Ziehung der Paarungen begonnen wurde. Das Duell Frankfurt vs. Bayern war schließlich die letzte Begegnung, die gezogen wurde. Zu allem Überfluss treffen beide Mannschaften wenige Tage zuvor am 24. Oktober in der Bundesliga in München aufeinander.

Schon dreimal zuvor standen sich beide Teams im DFB-Pokal gegenüber. Im Halbfinale 1974 siegte die Eintracht mit 3:2, 1989 gewannen die Bayern in der ersten Runde 1:0 in Frankfurt. Vor drei Jahren sorgte der Peruaner Claudio Pizarro für den 1:0-Endspielsieg des Rekord-Pokalsiegers FC Bayern in Berlin gegen die Riederwälder.

Schalke 04 muss beim Bayern-Lokalrivalen 1860 München antreten. „Wir müssen das Los akzeptieren und wollen gegen einen Klassentieferen eine Runde weiterkommen“, sagte S04-Trainer-Manager Felix Magath.


Der Schalker Revierrivale Borussia Dortmund muss sich bei Pokalschreck VfL Osnabrück, der als Drittligist Bundesliga-Tabellenführer Hamburger SV am vergangenen Mittwoch im Elfmeterschießen entzaubert hatte, behaupten. „Das ist der ehemalige Verein von mir und meinem Co-Trainer. Ich befürchte, dass die Dortmunder uns nicht unterschätzen werden“, sagte VfL-Coach und Ex-BVB-Profi Karsten Baumann.

Der einzige verbliebene Viertligist, der Mario-Basler-Klub Eintracht Trier, misst sich mit dem Bundesligisten 1. FC Köln. „Das ist ein tolles Los. Wichtig ist, dass wir ein Heimspiel haben. Die Hütte wird voll sein und brennen“, sagte Basler. FC-Trainer Zvonimir Soldo ist für den Ex-Nationalspieler ein alter Bekannter. Basler: „Mit ihm habe ich zusammen die Fußball-Lehrerlizenz gemacht. Wir haben nebeneinander gesessen. Ob er bei mir abgeguckt hat, weiß ich nicht...“


Die Kölner wissen, dass die Moselaner, die 1997 im Pokal die damaligen Europacupgewinner Borussia Dortmund und Schalke 04 ausgeschaltet hatten, keineswegs zu unterschätzen sind. „Das ist sicherlich ein unangenehmer Gegner, denn Mario Basler wird seine Truppe heißmachen. Aber wir haben uns vorgenommen, im Pokal weit zu kommen und werden die Aufgabe mit voller Konzentration angehen“, sagte Manager Michael Meier. Soldo ergänzte: „Wir haben Respekt vor Mario Basler und seinem Team, aber unser Ziel ist es natürlich, in die nächste Runde einzuziehen!“

Trier hat zudem keine schlechte Pflichtspiel-Bilanz gegen Köln: In den letzten vier Zweitliga-Duellen gab es zwei Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage gegen die Rheinländer.

sid/jr