Bundesligist VfL Wolfsburg muss für längere Zeit auf Neuzugang Arne Friedrich verzichten. Der Nationalspieler wird am Donnerstag in München wegen eines am Rücken operiert. Wie lange der 31 Jahre alte Abwehrspieler ausfällt, entscheidet sich erst nach der Operation. „Ich werde jedenfalls alles dafür tun, dass ich so schnell wie möglich wieder bei der Mannschaft bin“, wird Friedrich in einer Mitteilung des VfL zitiert. Sein einstiger Nationalmannschaftskollege Bernd Schneider, der zuletzt bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stand, hatte wegen einer Bandscheibenverletzung im Juni 2009 seine Karriere beenden müssen.
Friedrich hatte bereits beim 1:2 zum Bundesliga-Auftakt bei Bayern München aufgrund seiner Rückenprobleme pausiert. „Wir haben versucht, die Probleme durch Behandlungen in den Griff zu bekommen. Aber die weitere Entwicklung der Beschwerden hat gezeigt, dass eine Operation leider unumgänglich ist. Dies haben mehrere Ärzte bestätigt“, sagte der ehemalige Profi voN Hertha BSC.
Nach der Verletzung des WM-Stars, der zusammen mit Zwölf- Millionen-Euro-Neuzugang Simon Kjaer fest für die Innenverteidigung eingeplant war, dürfte sich ein möglicher Verkauf von Andrea Barzagli endgültig zerschlagen haben. Dem Italiener hatte nach den Verpflichtungen Kjaers und Friedrichs die Ersatzbank gedroht. Ob der VfL wegen Friedrichs Ausfall einen weiteren Verteidiger holt, ist noch unklar. Zumindest soll der Klub aber sein Angebot für die Verpflichtung des brasilianischen Mittelfeldstars Diego von Juventus Turin nun doch erhöht haben.
Wie die Online-Ausgabe der „Gazzetta dello Sport“ am Dienstag meldete, biete der Bundesligist für den Ex-Bremer jetzt die vom italienischen Rekordmeister geforderte Ablösesumme von 20 Millionen Euro. Auch der italienische Pay TV-Sender „Skysport 24“ berichtete von einer Wiederaufnahme der Verhandlungen. Beim VfL wollte man sich zu den erneuten Spekulationen nicht äußern.
„Ich werde das nicht mehr kommentieren“, sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß. In der vergangenen Woche schien der Wechsel des 25- Jährigen bereits endgültig gescheitert. Damals erklärte Hoeneß die Verhandlungen für beendet, nachdem Juve-Coach Luigi Del Neri den vor einem Jahr von Werder Bremen gekommenen Brasilianer als unverzichtbar für Juve bezeichnet hatte. Italienischen Medienberichten zufolge sollen die Niedersachsen außerdem nur 13 Millionen Euro für Diego geboten haben, was den Turinern zu wenig sei.
dpa/gm





