Davor Suker (40), WM-Dritter mit Kroatien 1998

„Ich habe bei Real Madrid unter Guus Hiddink trainiert und mit ihm damals den Weltpokal gewonnen. Hiddink ist ein bisschen wie Arsene Wenger, der Trainer von Arsenal London. Er ist ein sehr netter, ruhiger Mensch, der sich in seiner Arbeit nicht von Ergebnissen beeindrucken lässt. Er behält nach Niederlagen genau so die Ruhe wie nach Siegen. Für Spieler ist das sehr angenehm. Hiddink setzt zudem sehr auf die Gemeinschaft der Spieler, das Team ist ihm sehr wichtig. Außerdem spielt er gut Fußball, ich weiß noch, dass er damals im Training immer bei den Kreisspielchen mitgemacht hat. Ich halte ihn derzeit definitiv für einen der besten Trainer der Welt. Denn wenn jemanden mit den Mannschaften von Korea, Australien und Russland hintereinander so große Erfolge feiert, kann das kein Zufall sein.“

Ivan Saenko (24), aktueller Nationalspieler unter Hiddink

„Wir haben einen Supertrainer, alle Spieler haben Respekt vor ihm, obwohl er nicht zu streng ist. Wir haben viele Freiheiten, es gibt keine festen Frühstückszeiten, kein festes gemeinsames Abendprogramm. Wir genießen dieses Vertrauen sehr, wir müssen es ihm allerdings auch zurückzahlen im Training und im Spiel. Es ist insgesamt eine völlig neue Situation, mit einem Ausländer zu arbeiten. Früher kam der Trainer immer aus Moskau und es gab dann ständig Querelen mit den Moskauer Vereinen. Hiddink hat ganz bewusst eine sehr junge Mannschaft gebildet, er hatte etwas Neues vor. Wir haben einen ausgeprägten Konkurrenzkampf im Team, wir wissen nie, was Hiddink als nächstes macht. Aber er stärkt ständig unser Selbstbewusstsein und sagt uns, dass wir gegen jeden Gegner gewinnen können.“

Toni Schumacher (54), Ex-Nationaltorhüter Deutschlands

„Hiddink war wie ich einer der Pioniere im türkischen Fußball. Ich habe ihn bei Fenerbahce Istanbul als sehr zielstrebigen, autoritären und direkten Trainer kennen gelernt. Wenn ihm etwas nicht passte, hat er es dir ins Gesicht gesagt. Das mag ich, so bin ich auch. Zumal er dennoch immer ein offenes Ohr für seine Spieler hatte. Für Hiddink stehen zudem Disziplin und taktische Ordnung an erster Stelle. Er ist wie viele holländische Trainer ein Systemfanatiker – das System steht immer über dem Wohl des Einzelnen. Bei dieser Europameisterschaft traue ich ihm mit den Russen alles zu, auch den Gewinn des Titels. Sollte Hiddink auch nach dem Turnier Trainer bei den Russen bleiben, ist diese junge Mannschaft für mich einer der großen Favoriten auf den Sieg bei der Weltmeisterschaft 2010.“