Blamagen für den FC St. Pauli und Hannover 96, Schützenfest für Bayer Leverkusen: Der Aufsteiger aus Hamburg blamierte sich als erste Mannschaft aus der Bundesliga im DFB-Pokal und scheiterte durch ein 0:1 (0:1) beim Viertligisten Chemnitzer FC. Am Abend folgte dann Hannover 96, das nach torlosen 120 Minuten mit 4:5 im Elfmeterschießen beim Viertligisten SV Elversberg unterlag. Bereits im vergangenen Jahr war für Hannover in Runde eins Schluss.

Dagegen schossen die Leverkusener aus allen Rohren und feierten einen 11:1 (1:0)-Sieg beim Fünfligisten FK Pirmasens. Die Diskussionen um den Status von Neuzugang Michael Ballack, der noch nicht dabei war, in der Nationalmannschaft wird man damit aber nicht vertrieben haben.

Überhaupt nichts anbrennen ließen Pokalfinalist Werder Bremen, 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund. Bremen setzte sich ungeachtet des Transfertheaters um Mesut Özil mit 4:0 (1:0) bei Rot Weiss Ahlen durch, Hoffenheim gewann ebenfalls 4:0 (4:0) bei Drittligist Hansa Rostock und Dortmund 3:0 (2:0) beim neuen Mario-Basler-Klub Wacker Burghausen.

Schwierigkeiten, aber auch einen Doppeltorschützen Cacau hatte der VfB Stuttgart beim 2:1 (2:1) beim Drittligisten SV Babelsberg 03. Papiss Cisse (13.) erzielte für den SC Freiburg das Tor des Tages zum 1:0 (1:0) beim FC Oberneuland, wo der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Ailton nach einer Stunde eingewechselt wurde und mit seiner wohligen körperlichen Verfassung für Erheiterung sorgte.

Neuzugang Mo Idrissou ebnete Borussia Mönchengladbach mit seinem Führungstor zum 2:1 das 3:1 (1:0) bei Zweitliga-Aufsteiger Erzgebirge Aue und den Einzug in die 2. Runde. Aus der Bundesliga hatten am Freitag bereits Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern (3:2 n.V. beim VfL Osnabrück) und Eintracht Frankfurt (4:0 beim SV Wilhelmhaven) die 2. Runde erreicht.

Bundesliga-Absteiger Hertha BSC Berlin bescherte dem neuen Trainer Markus Babbel mit dem 2:0 (0:0) beim SC Pfullendorf einen gelungenen Pflichtspiel-Einstand. Und Herthas Liga-Konkurrent 1860 München feierte dank Doppeltorschütze Stefan Aigner einen 2:1 (0:1)-Sieg beim SC Verl. Schwer taten sich die SpVgg Greuther Fürth und der FC Augsburg. Während Greuther Fürth bei Eintracht Braunschweig mit 2:1 nach Verlängerung gewann, setzte sich Augsburg nach einem 4:4 nach Verlängerung mit 3:1 im Elfmeterschießen beim Drittligisten SV Sandhausen durch.

Patrick Helmes hat das Tor beim 2:2 der deutschen Elf in Dänemark offensichtlich weiteren Schub gegeben, der Nationalstürmer traf gleich dreimal in Pirmasens (46., 58., 65.). Sturmpartner Stefan Kießling (36. und 60.), Sidney Sam (67. und 88.) und Eren Derdiyok (84. und 90.+1) trafen je zweimal. Darüber hinaus waren Renato Augusto (62.) und Arturo Vidal (87., Foulelfmeter) erfolgreich.

Bremen hatte den Einzug in die zweite Runde Claudio Pizarro (28.), Hugo Almeida (63.), Tim Borowski (68.) Marko Marin (82.) zu verdanken. Özil, dem ein Angebot des spanischen Rekordmeisters Real Madrid vorliegt, zeigte eine schwache Leistung und wurde von Trainer Thomas Schaaf in der 61. Minute gegen Marin ausgewechselt.

1899 führte bereits nach 33 Minuten in Rostock mit 4:0 durch die Tore von Demba Ba (14.), Vedad Ibisevic (18. und 33.) und Peniel Mlapa (28.). Für den BVB machten Lucas Barrios (4.), Neven Subotic (13.) und Kevin Großkreutz (49.) in Burghausen alles klar und verdarben Super Mario Basler den Einstand.

sid/lha