„Wir wollen uns für die Europameisterschaft 2011 in Dänemark qualifizieren und mindestens ins Halbfinale kommen, damit wir bei den Olympischen Spielen 2012 in London dabei sind“, sagte der 55-Jährige, der wie geplant die Nachfolge von Horst Hrubesch antritt. Angesichts des altersbedingten Ausscheidens von Leistungsträgern wie Kapitän Sami Khedira, Torhüter Manuel Neuer, Andreas Beck oder Gonzalo Castro muss der frühere Trainer der Drittliga-Mannschaft des VfB Stuttgart dem Team aber zunächst ein neues Gesicht geben. „Eigentlich muss eine ganz neue Mannschaft aufgebaut werden“, sagte Adrion.
Besonders bei Spielern mit Perspektive auf eine Beförderung in den A-Kader müsse dabei „eine enge Abstimmung“ mit Bundestrainer Joachim Löw erfolgen. „Denn das wichtigste Ziel bleibt, Elitespieler an die A-Mannschaft heranzuführen.“ Obwohl Adrion die System-Umstellung von Hrubesch von einem 4-4-2 auf ein 4-1-4-1 beim 4:0-Erfolg im EM-Finale ausdrücklich als „richtige Entscheidung im richtigen Moment“ lobte, werde sich auch die Taktik der U 21 wie in den vergangenen Jahren an Löws Team orientieren. „Wir werden uns da weiter angleichen“, kündigte Adrion an. „Es wird in Richtung 4-4-2 oder 4-3-3 gehen.“
Überhaupt setzt der neue U-21-Baumeister voll auf die DFB- Philosophie der jüngeren Vergangenheit. „Es geht um den Brückenschlag zwischen Ausbildung und Erfolgen. Das hat Matthias Sammer geprägt. Wir wollen die Spieler fördern und trotzdem größtmöglichen Erfolg“, sagte er.
Neben den „hervorragenden Rahmenbedingungen“ bei den Nachwuchs-Nationalmannschaften lobte er in diesem Zusammenhang zudem die Einführung von A- und B-Jugend-Bundesliga. „Auch da herrscht der Grundsatz, Talente höchstmöglichen Anforderungen auszusetzen“, betonte Adrion.
dpa/fas
















