Der ungewöhnliche Auftritt des von vergangengen Attacken bekannten Flitzers "Jimmy Jump" hat im Finale der French Open zwischen dem Schweizer Roger Federer und Robin Söderling aus Schweden für eine Schrecksekunde gesorgt.
Der Mann stürmte zu Beginn des zweiten Satzes auf den Court, rannte auf Federer zu und versuchte dem Weltranglistenzweiten eine rote Mütze über den Kopf zu ziehen. Vor den heraneilenden Sicherheitskräften flüchtete Jump und konnte erst auf der anderen Seite des Platzes überwältigt werden. Aus seiner Herkunft machte der Flitzer dabei keinen Hehl: Er trug in der Hand eine Fahne des FC Barcelona.
Der 43-jährige Barca-Fan hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach bei Sportveranstaltungen für Unruhe gesorgt. So lief er unter anderem beim Halbfinale der Fußball-EM 2008 zwischen Deutschland und der Türkei aufs Feld oder beim Formel-1-Rennen in Barcelona 2004 während des Qualifyings über die Zielgerade.
"Ich will mit meinen Auftritten niemanden verstören oder gar gefährden. Meine Mission ist es, die Menschen zum Lachen zu bringen“, erklärte Jimmy Jump kürzlich seine Motivation. Mit bürgerlichem Namen heißt er Jaume Marquet und führt in Barcelona ein ganz normales Leben, verkauft katalanische Bücher für einen großen Verlag, liest gerne und trifft sich in Cafés mit Freunden. Kinder hat er nicht, aber eine Freundin. Auch sie lacht, wenn sie ihn über den Platz flitzen sieht. In dem Film „Jump! The greatest Streakers“, der dieses Jahr in die spanischen Kinos kommt, spielt er die Hauptrolle.
Roger Federer ließ sich von dem Flitzer heute jedenfalls nicht einschüchtern: Er gewann souverän in drei Sätzen 6:1, 7:6 (6:1), 6:4 und holte den letzten noch fehlenden großen Titel seiner Karriere.
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