Horst R. Schmidt, Fifa-Berater für die WM 2010 in Südafrika, hat den WM-Gastgeber aufgefordert, die Bekämpfung der Kriminalität offensiver zu kommunizieren. „Es bringt nichts alleine, auf sinkende Kriminalitätstatistiken hinzuweisen. Sie müssen mehr darüber reden, was sie gegen Verbrechen unternehmen“, sagte Schmidt bei einer Podiumsdiskussion der Südafrikanischen Botschaft in Berlin. Das sei eines der wichtigsten Anliegen für die verbleibenden 20 Monate bis zum Beginn der ersten Weltmeisterschaft in Afrika.


Südafrika hat den Sicherheitsetat in diesem Jahr um umgerechnet 112 Millionen Euro erhöht, zudem werden es bei der WM jeweils 30.000 zusätzliche Polizisten und private Wachleute im Einsatz sein. In einzelnen Bereichen der Kriminalitätsstatistik, wie den Einbrüchen, gab es zuletzt einen leichten Rückgang. Noch immer werden pro 100.000 Einwohner im Jahr noch immer 50 Morde verübt – in Deutschland sind es weniger als fünf.


Der Chef des lokalen WM-Organisationskomitees, Danny Jordaan, betonte die Erfolgsbilanz Südafrikas bei der Ausrichtung von Großveranstaltungen. „Bei 14 Events, wie den Weltmeisterschaften in Cricket oder Rugby, gab es keinen einzigen Zwischenfall.“


Man werde auch auf so genannte „No-Go-Gegenden“ verzichten, das würde dem demokratischen Gedanken widersprechen. Schmidt empfahl allerdings von „spontanen, ungeplanten Reisen“ ab. „Von heute auf morgen anreisen, wie das Fußballfans gerne machen – das wird diesmal nicht so gehen.“ Die Organisation des Ticketverkaufes ziele in die Richtung, organisierte Reise in den Vordergrund zu stellen.

Wenig Sorge bereitet den Organisatoren die weltweite Krise auf den Finanzmärkten. „Die Finanzierung ist absolut gesichert“, betonte Jordaan, zudem habe die südafrikanische Regierung umfangreiche Garantien gegeben. Abzuwarten bleibe allerdings, ob es wegen der Krise einen Rückgang der Reisen gebe.

Der Kommunikationsdirektor der Fifa, Hans Klaus, geht zudem davon aus, dass keiner der Fifa-Partner elementar betroffen ist. Für solche Fälle seien aber Regelungen in den Verträgen mit der Fifa festgeschrieben. „Sollte es wider Erwarten ein Problem geben, können wir reagieren. Sollte ein Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, würden wir sicher einen Ersatzpartner finden.“

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