Die erste Trophäe der Saison geht an das Basketballteam von Alba Berlin. Im Spiel um den Champions Cup gewannen die Mannschaft von Trainer Luka Pavicevic am Dienstag in der Artland Arena in Quakenbrück gegen die Artland Dragons 84:69 (44:30). Und die Berliner hoffen natürlich, in neun Monaten auch jubeln zu können, wenn Mitte Juni 2009 die deutsche Meisterschaft entschieden wird. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Aber Alba setzte mit dem gelungenen Auswärts-Auftritt schon einmal ein Ausrufezeichen.
„Wir dürfen den Sieg nicht überbewerten, aber man sieht, wir wachsen immer besser zusammen“, sagte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi. Denn zwischen dem Meister aus Berlin und dem Pokalsieger Dragons ging es nicht nur ums Prestige, die Begegnung war für beide Teams auch ein letzter Härtetest, bevor man sich bereits am Sonntag zum Bundesliga-Auftakt in der O2 World erneut gegenübersteht.
Marko Beens, der Manager der Quakenbrücker, hatte Alba im Vorfeld als „Übermannschaft“ im Vergleich zur Konkurrenz bezeichnet. Übermannschaft? Zumindest zeigten die Berliner, die auf Patrick Femerling (Harnwegsinfektion) und Dragan Dojcin (Achillessehnenreizung) verzichten mussten, nach Anfangsschwierigkeiten phasenweise eine starke Leistung. 44:30 hieß es bei Halbzeit. Angeführt von Steffen Hamann (wurde gnadenlos ausgepfiffen) waren es vor allem Casey Jacobsen und Immanuel McElroy, die punkteten.
Im Schlussviertel wurde der Widerstand gebrochen
Doch dann ein kurzer Einbruch: 1:13-Serie im dritten Viertel, fast nichts gelang, Alba lag zehn Minuten vor Ende nur noch mit 57:52 vorn, alles war wieder offen. Vor allem Darius Hall (16 Punkte) von den Dragons war kaum aufzuhalten. Neun Minuten vor Ende das 57:57. Aber Ansu Sesay (Topscorer mit 17 Punkten), Rashad Wright, Jenkins, McElroy und Jacobsen konterten – 68:57 (34.), später 74:62 und 81:62. Damit war der Widerstand der Dragons gebrochen. Außerdem trafen für die Gäste Jacobson (15), McElroy (15) und Wright (10) zweistellig. Beste Artland-Werfer waren Chad Prewitt (16), Darius Hall (16), Darren Fenn (13) und Adam Hess (10).
In vier Tagen kommt es also zur Revanche. Vor großer Kulisse. Wie Alba-Geschäftsführer Marco Baldi gestern mitteilte, wurden bereits 12.500 Karten für Albas Premiere in der neuen Heimat verkauft. Und der Run auf Tickets hält an. Maximal 14.800 Besucher fasst die Arena bei einem Basketballspiel.





