++++ Fast sieben Wochen nach seiner Ausmusterung aus der Stammelf des FC Valencia hat der deutsche Torwart Timo Hildebrand wieder im Tor des spanischen Erstligisten gestanden. Der Ex-Stuttgarter wurde in einem Freundschaftsspiel der Valencianer beim Drittligisten UD Alzira in der zweiten Halbzeit eingewechselt . Er hatte einige gute Szenen und lieferte eine fehlerfreie Partie. Dennoch geht das Sportblatt „Marca“ davon aus, dass Hildebrand den spanischen Pokalsieger wohl verlassen wird. „Seine Zukunft liegt anderswo als in Valencia“, schrieb das Blatt am Donnerstag. Als der Deutsche am Mittwochabend für den etatmäßigen Ersatzkeeper Vicente Guaita eingewechselt wurde, lag sein Team 1:2 zurück. Am Ende gewannen die Valencianer mit 4:2 . Der Brasilianer Renan Brito, der Hildebrand aus der Stammelf verdrängt hatte, kam nicht zum Einsatz. Hildebrand hatte zuletzt am 24. August bei Valencias 2:4-Niederlage im spanischen Supercup bei Real Madrid für seinen Club im Tor gestanden. ++++
++++ Wegen der weltweiten Finanzkrise erwartet Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff auch schwerwiegende Folgen für den deutschen Fußball . Die Situation sei „besorgniserregend“, sagte der Diplom-Betriebswirt. „Wenn man sieht, was im Moment für eine Panik herrscht, sind Folgen für die Realwirtschaft unstrittig“, führte Bierhoff aus. Vor allem das Konsumentenverhalten werde sich ändern. Deshalb werde auch der Fußball betroffen sein. Bierhoff nannte in diesem Zusammenhang den Verkauf von Tickets oder den Erlös beim Pay-TV. Aber auch potentielle Sponsoren könnten ihr Engagement im Fußballbereich überdenken. ++++
++++ Uefa-Präsident Michael Platini hat erneut den Einfluss ausländischer Investoren im englischen Profifußball kritisiert und vor einem Identitätsverlust gewarnt. „Will man in Liverpool einen arabischen Scheich als Präsident, einen Trainer aus Brasilien und neun oder elf afrikanische Spieler? Was hat das noch mit Liverpool zu tun? Wir müssen Regeln aufstellen“, forderte der Franzose, der sich damit zum wiederholten Mal mit der Premier League, der umsatzstärksten Liga der Welt, anlegte. ++++
++++ Das Berliner Olympiastadion wird auch nach der Leichtathletik-WM im August 2009 keinesfalls zur reinen Fußball-Arena werden. „Wir bekennen uns zur Leichtathletik und werden, obwohl wir Hertha lieben, die schöne blaue Laufbahn nicht rausreißen“, versprach der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit bei einer Podiumsdiskussion über die Sportstadt Berlin Mitgliedern des Wirtschaftsklubs VBKI. Zudem schloss er eine Beteiligung der öffentlichen Hand an einer reinen Fußball-Arena, wie sie sich der Bundesligist Hertha BSC wünscht, kategorisch aus: „Wenn Hertha genügend Geld hat, weil sie sportlich so erfolgreich sind, können sie sich gern ein eigenes Stadion bauen. Staatliches Geld wird es dafür aber nicht geben.“ ++++
++++ Kapitän Fabio Cannavaro sorgt sich um die Zukunft des Weltmeisters Italien. Denn der Verteidiger sieht vor allem in der Abwehr künftig Probleme . „Meine Generation und jene davor hatte großartige Abwehrspieler. Derzeit sehe ich aber nur wenige neue Cannavaros“, sagte der 35-Jährige vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien in Sofia am Samstag. Es sei daher sehr wichtig, dass die Nachwuchsarbeit wieder verstärkt gefördert werde. ++++
++++ Weltmeister Andrea Barzagli vom VfL Wolfsburg hat seine Nichtberücksichtigung für Italiens anstehende WM-Qualifikationsspiele mit Gelassenheit aufgenommen. „Natürlich bin ich nicht glücklich, dass ich nicht nominiert bin. Aber enttäuscht - nein. Italien hat so viele gute Spieler, da muss man damit rechnen, dass man auch mal nicht dabei ist“, sagte der 27 Jahre alte Innenverteidiger der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“. Auswahltrainer Marcello Lippi habe ihm nach der Knie-Operation eine Pause gönnen wollen. „Ich bin zur Zeit nicht auf dem Gipfel meiner Leistung“, gestand Barzagli ein. Auch Cristian Zaccardo , der zweite Weltmeister im VfL-Team, fehlt in der „Squadra azzurra“ für die Begegnungen gegen Bulgarien und Montenegro. Der Verteidiger hat bei den Wolfsburgern noch nicht den Sprung in die erste Elf geschafft. ++++
++++ Ein Abgeordneter der Regierungspartei Bürgerplattform hat am Mittwochabend bei einer Diskussionsrunde über die Situation im polnischen Verband PZPN für einen Eklat gesorgt. Der Parlamentarier Janusz Palikot erschien mit einem blutbeschmierten Schweinekopf auf dem Teller im Fernsehstudio und erklärte, dieser sei für die „PZPN-Mafia“ bestimmt. Er verlangte die Verhaftung des Verbandspräsidenten Michal Listkiewicz . „Er sollte sitzen“, sagte Palikot. Der 43-jährige Unternehmer aus dem Südosten Polens gilt als „Enfant terrible“ der polnischen Politik. Er machte unter anderem schon durch Verbalattacken gegen Staatspräsident Lech Kaczynski von sich reden. Seine Partei hatte Palikot bereits mehrmals mit dem Ausschluss gedroht, er gelobte jedoch jedes Mal Besserung. Der polnische Fußball wird seit Jahren von Korruptionsskandalen erschüttert. Ein Versuch der Regierung, die amtierende Führung des nationalen Verbandes zu entmachten, war vorerst gescheitert. ++++
++++ Zweitligist FSV Frankfurt ist nach dem kuriosen Schnäppchen-Angebot von Mittelfeldspieler Youssef Mokhtari offenbar hellhörig geworden. Nach einem ersten Gespräch mit FSV-Manager Bernd Reisig und Trainer Tomas Oral scheint der Wechsel des 29-Jährigen, der sich den Hessen für die verbleibenden Spielen bis zur Winterpause kostenlos angeboten hatte, zum Aufsteiger konkrete Formen anzunehmen. „Aus den ersten konkreten Gespräche mit dem FSV ging hervor, dass sie längerfristig und nicht nur bis zum Winter mit mir planen wollen. Dafür bin ich offen, auch wenn die Entscheidung in Ruhe und mit Besonnenheit getroffen werden muss“, sagte Mokhtari, der bereits von 1998 bis 2000 für den FSV spielte und in 64 Regionalligaspielen zwölf Tore schoss. Knackpunkt der Verhandlungen: Die Bornheimer wollen zunächst wohl nur einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 ohne Ausstiegsklausel im Winter mit dem torgefährlichen Mittelfeldspieler aushandeln, für Mokhtari kommt offenbar aber entweder nur ein Kontrakt bis zum Saisonende mit Ausstiegsklausel für die Winterpause oder eine längere Vertragsdauer in Frage. ++++
++++ Drittligist 1. FC Union Berlin kann erst 2009 in seine Heimstätte an der Alten Försterei zurückkehren und wird auch seine restlichen Heimspiele in diesem Jahr im Jahnsportpark austragen. Dies teilte der Klub am Donnerstag mit und bestätigte damit entsprechende Berichte Berliner Medien. Als Grund für die verspätete Rückkehr nannte der Club eine Verlängerung der Bauzeit wegen Verzögerungen bei der Lieferung der aufwendigen Dachelemente. Mit der Montage der vorgefertigten Dachteile auf den drei Stehplatztribünen werde erst im November begonnen. Für die Montage sind sechs Wochen vorgesehen. „Wir planen jetzt ein Eröffnungsspiel im Januar 2009, das erste Punktspiel in der Alten Försterei soll dann im Februar 2009 gegen Kickers Offenbach stattfinden“, sagte Union-Präsident Dirk Zingler. ++++
++++ Allen Medienberichten von Entlassung und Rücktritt zum Trotz macht Pierre Littbarski nun doch als Trainer des iranischen Erstligisten Saipa Teheran weiter. Wie die Nachrichtenagentur ISNA am Donnerstag meldete, hält der Verein weiter an Littbarski fest, doch muss dieser künftig mit zwei iranischen Assistenztrainern zusammenarbeiten. Nach dem Aus in der asiatischen Champions League durch das 1:5 gegen den usbekischen Verein Bunjodkor Taschkent und der Talfahrt in der nationalen Liga galt für iranische Medien die Entlassung des Weltmeisters von 1990 als beschlossene Sache. Saipa hat nur drei Punkte aus sieben Spielen geholt und belegt in der Meisterschaft den letzten Tabellenplatz. ++++
++++ Trainer Ottmar Hitzfeld traut seinem Ex-Klub Bayern München trotz des schlechtesten Saisonstarts seit 31 Jahren weiterhin die deutsche Meisterschaft zu. Es habe sich in der Bundesliga noch keine Mannschaft an der Spitze heraus kristallisiert. Er sei nach wie vor überzeugt, dass Bayern gute Chancen habe, deutscher Meister zu werden, sagte Hitzfeld im DSF. ++++
dpa/sid





