Europarekordlerin Britta Steffen aus Berlin hat sich bei den Olympischen Spielen für das Schwimm-Finale über 100 Meter Freistil qualifiziert. Die Weltmeisterschafts-Dritte von Melbourne schlug in der Vorschlussrunde nach 53,96 Sekunden als Gesamt-Sechste an.
Ausgeschieden ist Petra Dallmann aus Heidelberg, die nach 55,05 Sekunden 13. wurde. Als achtschnellste Athletin (54,10) kam Australiens Weltrekordlerin Lisbeth Trickett mit Mühe in den Endlauf. Schnellste Schwimmerin der Halbfinals war Natalie Coughlin aus den USA in 53,70.
Gold gab es beim Rennen der 4 x 200-Meter-Freistilstaffel der Frauen für Australien. Mit der Weltrekordzeit von 7:44,31 Minuten unterbot das Quartett die alte Bestmarke der USA vom 29. März vergangenen Jahres um 5,77 Sekunden. Silber holte sich China in 7:45,93 vor den USA in 7:46, 33. Als Vierter schwamm Italien in 7:49,76 Minuten Europarekord.
Einen Doppelsieg feierte Olympia-Gastgeber China im Schwimm-Finale über 200 Meter Schmetterling der Frauen. In der Weltrekordzeit von 2:04,18 Minuten setzte sich Liu Zige gegen ihre Teamkameradin Jiao Liuyang durch, die in 2:04,72 ebenfalls noch unter der alten Höchstmarke der Australierin Jessicah Schipper blieb, die in 2:06,26 Dritte wurde. Schipper hatte die alte Bestmarke von 2:05,40 Minuten am 17. August 2006 aufgestellt.
"Die sind zu schnell. Es ist eine neue Generation"
Mit einem Sieg über 100 Meter Freistil konnte sich der Franzose Alain Bernard über den Verlust des Weltrekords hinwegtrösten. Der 25 Jahre alte Europameister setzte sich in 47,21 Sekunden im Duell gegen Eamon Sullivan aus Australien durch, der Bernards Weltrekord erst am Vortag gebrochen hatte. Sullivan erreichte den zweiten Platz. Bronze ging zeitgleich in 47,67 Sekunden an den US-Amerikaner Jason Lezak und den Brasilianer Cesar Cielo Filho.
Unterdessen hat der erste Schwimmer die Konsequenzen aus der enormen Leistungssteigerungen seiner Konkurrenten gezogen und ist aus dem internationalen Schwimmsport zurückgetreten. Der Niederländer Pieter van den Hoogenband erklärte im Anschluss an den fünften Platz seinen Rücktritt. „Die sind zu schnell. Es ist eine neue Generation. Für mich ist die Zeit gekommen, beiseitezutreten“, sagte der 30-Jährige.
Der „fliegende Holländer“, wie van den Hoogenband in der Schwimm-Szene genannt wird, vergab im Kampf um die Medaillen als Fünfter in 47,75 Sekunden die Chance, als erster Mann dieselbe olympische Distanz dreimal hintereinander zu gewinnen. 2000 in Sydney und 2004 in Athen hatte der Sohn eines Mediziners olympisches Gold geholt. Er war jahrelang einer der Widersacher des Australiers Ian Thorpe, den er bei den Spielen in Sydney vor acht Jahren über 200 Meter Freistil bezwang.
dpa/sid/es





