++++ Rainer Schüttler will a uf juristischem Weg um seine Olympia-Teilnahme kämpfen , falls der Tennis-Weltverband ITF ihm einen Startplatz verwehren sollte. Der Wimbledon-Halbfinalist rief am Sonntag vorsorglich die Ad-hoc-Kammer des internationalen Sportschiedsgerichtshofes CAS in Peking an. Dies teilte er in einer Presseerklärung mit. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte den Silbermedaillengewinner im Doppel von 2004 nominiert. Die ITF hatte ihn bis zum Freitag aber nicht in ihre Startliste aufgenommen, weil Schüttler zum Stichtag am 9. Juni nicht zu besten 56 der bereinigten Weltrangliste gehörte . ++++

++++ Die Nachricht schlug ein wie ein Blitz: Der olympische Sprintgipfel mit den drei überragenden 100-m-Läufern der Gegenwart ist perfekt. Weltrekordler Usain Bolt aus Jamaika wird bei den Sommerspielen in Peking neben den 200 m nun auch das Duell mit seinem Landsmann und Weltrekord-Vorgänger Asafa Powell sowie dem Dreifach-Weltmeister Tyson Gay aus den USA bestreiten. Dies gab Bolts Trainer Glen Mills am Wochenende bekannt. Damit kann der WM-Zweite über 200 m als erster Athlet nach Carl Lewis 1984 in Los Angeles das olympische Spirnt-Triple (mit 4x100-m-Staffel) gewinnen und zudem das erste 100-m-Gold der Geschichte nach Jamaika holen. Dies blieb den Sprintern von der Karibik-Insel bislang verwehrt. Über 200 m war in Don Quarrie 1976 dagegen schon ein Jamaikaner Olympiasieger. Das goldene 100/200-Doppel schafften bei Olympia bisher acht Athleten, darunter 1936 in Berlin der legendäre Jesse Owens . ++++

++++ Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Rücktritt von Jacques Rogge gefordert . Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sei entgegen früherer Zusicherungen, ausländische Korrespondenten hätten internationalen Internet-Zugang, vor der Willkür der chinesischen Behörden „eingeknickt“, kritisierte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. Die Internetseite der GfbV gehört zu den gesperrten Seiten in China. „Rogge hat mit seinem katastrophalen Krisenmanagement und widersprüchlicher Informationspolitik der olympischen Idee und der Achtung der Menschenrechte in China schweren Schaden zugefügt“, meinte Delius. Dies sei eine nicht hinnehmbare bedingungslose Anbiederung an Chinas Führung : „Die Grenzen der vom IOC beschworenen politischen Neutralität wurden missachtet.“ ++++

++++ Leichtathletik-Trainer Werner Goldmann wird trotz der gegen ihn erhobenen Doping-Vorwürfe bei den Olympischen Spielen in Peking zur deutschen Mannschaft gehören . Die Präsidialkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) folgte einer Empfehlung der Unabhängigen Kommission zur Überprüfung von Trainern und Offiziellen mit Dopingvergangenheit . „Die Kommission empfiehlt, die Nominierung von Herrn Goldmann für die Olympischen Spiele in Peking beizubehalten“, heißt es in der DOSB-Erklärung. Damit darf Goldmann wie geplant Diskus-Vizeweltmeister Robert Harting betreuen. ++++

++++ Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking am 8. August droht zu einer feuchten Angelegenheit zu werden. Für den kommenden Freitag werden Schauer und Gewitter erwartet , teilten die Olympia-Organisatoren am Sonntag mit. Nach den Wetterdaten der Vergangenheit liegt die Regenwahrscheinlichkeit für diesen Tag bei 41 Prozent . Dauerregen soll es aber nicht geben. Den Seglern in Qingdao und den Reitern in Hongkong drohen sogar zwei bis drei Taifune. Die chinesischen Meteorologen wollen alle Tiefdruckgebiete über dem Pazifik genauestens im Auge behalten. ++++

++++ Bei den Olympischen Spielen in Peking dürfen die Athleten erstmals Beiträge im Internet veröffentlichen . Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) im vergangenen Jahr Richtlinien verabschiedet, die den Sportlern nun erlauben, ein auf der Webseite geführtes, einsehbares Tagebuch oder Journal zu veröffentlichen . Trotz zahlreicher Einschränkungen bedeutet die Änderung eine gewisse Lockerung der strengen IOC-Regel 49, die jede journalistische Tätigkeit verbietet. Sie könnte auch Meinungsäußerungen zu Menschenrechtsfragen möglich machen. ++++

++++ Der italienische Radprofi Damiano Cunego hat seinen Start bei den Olympischen Spielen abgesagt . Das gab der Giro-Sieger von 2004 nach seinem 36. Platz bei der Clasica San Sebastian bekannt. Cunego leidet noch an den Folgen seines schweren Sturzes auf der 18. Etappe der Tour de France , der ihn zur Aufgabe zwang, und hatte bei dem Rennen im Baskenland Atemprobleme . Zuvor hatte der Tour-Zweite Cadel Evans bereits wegen Knieproblemen seine Teilnahme am Zeitfahren in Peking abgesagt und will noch über das Straßenrennen entscheiden. ++++

++++ Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die allerletzte Hürde für einen Peking-Start des Berliner Schwimmers Rafed El-Masri aus dem Weg geräumt. Die Exekutive bestätigte den Nationalitätenwechsel des Sohnes syrischer Einwanderer. Zuvor hatten bereits der Schwimm-Weltverband Fina sowie das Nationale Olympische Komitee Syriens El-Masri die Freigabe für einen Start in der deutschen Mannschaft erteilt . Der Deutsche Olympische Sportbund DOSB nominierte den Freistilspezialisten daraufhin für die Sommerspiele in Peking. 2004 hatte El Masri noch für das Heimatland seiner Eltern an den Spielen teilgenommen. Auch bei den Weltmeisterschaften 2005 und 2007 startete er für Syrien . ++++

++++ Die positiv getestete Schwimmerin Jessica Hardy ist für zwei Jahre gesperrt worden und wird nicht an den Olympischen Spielen in Peking teilnehmen. Das US-Amerikanische Sportschiedsgericht (AAA) belegte Hardy am Freitag mit dem Bann, die Kurzbahn-Weltmeisterin erklärte daraufhin einen Verzicht auf weitere Einsprüche , um keine Unruhe in die US-Mannschaft zu bringen. Wie die US-Anti-Doping-Agentur USADA mitteilte, habe die Kurzbahn-Weltmeisterin aber die Chance, den Sportgerichtshof erneut anzurufen, falls sie neue Beweise für eine Unschuld vorlegen könne. Die 21 Jahre alte Hardy war bei den Olympia-Ausscheidungen am 4. Juli positiv auf Clenbuterol getestet worden. Weitere Tests wenige Tage zuvor und danach waren negativ. Hardy, die über 100 m Brust zu den Favoriten in Peking gezählt worden war, hatte ihre Unschuld beteuert und sich an den Sportgerichtshof gewandt. ++++

sid/dpa/jr