Hohe Niederlagen gehören in dieser Saison der Basketball Bundesliga (BBL) nicht zu dem, was Alba Berlin sich oft leistet. Meist geht es sehr eng zu, meistens haben die Hauptstädter dabei das Glück auf ihrer Seite. Ein Team allerdings liegt ihnen nicht besonders. In der Hinrunde setzte es in Hamburg, beim damaligen Letzten, die höchste Saisonpleite (80:99). In der Rückrunde kamen die Hanseaten als 16. der Tabelle zum Zweiten, der in der Uber Arena vor 8488 Zuschauern nun mit 87:93 (31:45) unterlag.

Wie so viele Spiele in dieser Saison begann auch dieses nicht optimal. Die Berliner fanden kaum gute Wurfpositionen. Die Offensive wirkte etwas unkoordiniert, kaum ein Rebound gelang. Da sie auch in der Abwehr nicht das richtige Maß fanden, wuchs der Rückstand an und pegelte sich im zweistelligen Bereich ein (23:42/17.). Allerdings ist es auch nicht einfach, ohne Point Guards eine gute Struktur ins Spiel zu bekommen.

Alba Berlin fehlen erneut alle Spielmacher

Alba fehlten weiterhin alle drei Spielmacher (Martin Hermannson, Jack Kayil, Bennet Hundt). Dass in Malte Delow und Moses Wood zwei Profis im Vergleich zum Sonntag in Bamberg (98:92) zurückkehrten, gab dem Team kaum Auftrieb. Der hart erkämpfte Sieg bei den Franken hatte angesichts der fünf Ausfälle viel Kraft gekostet. Die Nachwirkungen waren deutlich, Alba agierte fahrig, war defensiv nicht intensiv genug und offensiv zu unkonzentriert.

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Solche Phasen kennen die Berliner, schaffen es aber meist, sie zu überwinden. Doch die Verletzungswelle forderte einen zu großen Tribut, die Hanseaten konnten ihr Polster bis auf 26 Punkte (39:65/26.) ausbauen. Vorn fehlten Ideen, um trotz schlechter Distanzwürfe wenigstens aus der Zone zu punkten, hinten die Durchsetzungskraft gerade unterm Korb. Nach sechs Siegen endete damit trotz großen Kampfes in der Schlussphase die Serie der Berliner, die am Sonnabend im Pokal-Halbfinale beim Top Four in München gegen Oldenburg gefordert sind.