Als der Ball bereits ruhte, ging es in der Uber Arena darum, was die Zukunft bringt. Welcher Weg zum Titel führen könnte. Das Halbfinale im Basketball-Pokal wurde ausgelost. Nach dem 91:78 (45:51) im Viertelfinale gegen Jena hatte dies auch für Alba Berlin eine große Relevanz. Oldenburg bekam der Rekordsieger des Wettbewerbs zugelost, im anderen Spiel treffen Bayern München und Bamberg aufeinander.
Wünsche habe er bezüglich der Auslosung zwar nicht gehabt, sagte Malte Delow anschließend. Doch der Berliner Guard dürfte zufrieden sein, dem Favoriten aus München in der Vorschlussrunde aus dem Weg zu gehen. Mehr bedeutete ihm zunächst der eigene Erfolg. „Alba gehört in das Top Four. Es war wichtig zu zeigen, dass letztes Jahr nur ein Ausrutscher war“, so der Profi.
Alba Berlin gelingt der achte Sieg in Folge
Angesichts der Serie von sieben Siegen, die die Berliner in den vergangenen Wochen wettbewerbsübergreifend etabliert hatten, durfte am Montagabend nur ein geringes Schwierigkeitsniveau gegen die Thüringer erwartet werden. In der Bundesliga hat sich Alba konstant bis auf Platz fünf nach vorn gearbeitet, während Jena auf Rang zwölf liegt. Doch von einer leichten Aufgabe wollten sie in der Hauptstadt nichts wissen. Denn der Aufsteiger überraschte bereits einige Male.
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Dies vor allem auswärts, im Pokal gewann Jena in Crailsheim und in Rostock. Und war aufgrund dieser Erfolge auch für den Auftritt in Berlin bester Dinge. Zumal es ein besonderes Spiel darstelle, erst zum zweiten Mal überhaupt hatten es die Thüringer bis ins Viertelfinale geschafft. Der Druck lag klar auf Seiten der Mannschaft von Trainer Pedro Calles, denn für Alba ging es darum, nach dem verpassten Top Four im Vorjahr nicht erneut frühzeitig ein Saisonziel auf den Augen zu verlieren.
Aufsteiger Jena zeigt sich lange hartnäckig
Für den Rekordpokalsieger sollte die Rückkehr in das Turnier auch ein Zeichen darstellen, dass der Klub mit seinem großen Umbruch gut vorankommt. Dabei gelang im Achtelfinale gegen Ulm schon ein Achtungserfolg. Trotzdem wurde es gegen Jena schwer. Die Berliner hatten große Probleme, ihren Rhythmus zu finden. Das Selbstvertrauen der vergangenen Siege ließ sich nicht nahtlos in diese K.o.-Partie transferieren.
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Deshalb mussten die 6647 Zuschauer in der Arena viele vergebene Würfe beobachten, deutliche Schwächen bei den Rebounds. Die Berliner konnten dadurch ihr schnelles Spiel nach vorn nicht in Gang bringen, hatten immer wieder Schwierigkeiten, in die Zone zu kommen. Auf der anderen Seite blieb die Defensive inkonsequent, erlaubte den Gästen einige offene Würfe. „Der letzte Schritt hat gefehlt“, so Delow.
Alba Berlin mit starkem dritten Viertel
Das führte zu einem engen Spiel, in dem die Berliner nach mehr Führungsanteilen im ersten Viertel ab dem zweiten Abschnitt lange hinterliefen. In einem erträglich Bereich von sechs Punkten zwar, doch sie hatten es mit einem hartnäckigen Herausforderer zu tun. Hektisch und zerfahren war die Partie teilweise. Alba rang um Kontrolle und bekam sie mit aggressiverer Defensivarbeit, mit entschlosseneren Rebounds und viel Kampfgeist.
Mit einem starken dritten Viertel klärten die Berliner die Verhältnisse eindrucksvoll, holten auf und zogen davon. Direkt und letztlich ungefährdet hinein in das Halbfinale, das der Klub seit 2013 lediglich in der Vorsaison verpasst hatte und für den das Top Four wie ein Stammtisch-Treffen ist. Das nächste findet am 21. Februar statt, einen Tag später wird der erste Titel der Saison vergeben.




