Basketball

Alba Berlin gewinnt gegen Tübingen zum 13. Mal in Serie

Gegen das Tabellen-Schlusslicht Tigers Tübingen haben die Berliner am Abend nach schwachem Beginn deutlich mit 106:87 gewonnen. Damit festigten sie den dritten Tabellenplatz.

Gegen das Tabellen-Schlusslicht Tigers Tübingen haben die Berliner deutlich mit 106:87 gewonnen. Im Morgenpost-Fantalk kommentieren die Albatrosse Jan-Hendrik Jagla und Levon Kendall die Partie.

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Die Serie hat gehalten, das Basketballteam von Alba Berlin ist jetzt seit 13 Pflichtspielen ungeschlagen. Die Tiger aus Tübingen konnten die Berliner am Sonnabend vor 8877 Zuschauern in der O2 World zwar anfangs ein wenig ärgern, eine Siegchance hatten sie nie.

Alba gewann 106:87 (58:48). Beste Berliner Werfer waren ohne Fehlwurf David Logan mit 18, Vojdan Stojanovski mit 14 sowie Leon Radosevic, Jan-Hendrik Jagla und Jonas Wohlfarth-Bottermann mit je 13 Punkten.

Die Partie begann nicht so, wie zu erwarten war, wenn ein Team mit zwölf Pflichtspielsiegen in Folge und der besten Verteidigung der Liga (Alba) auf den Tabellenletzten trifft. Davon, dass die Schwaben auch das schwächste Offensivteam der Liga sind, war vorerst nichts zu spüren. Sehr zum Unmut von Coach Sasa Obradovic ließen sich die Berliner im ersten Viertel 31 Punkte einschenken.

Jaglas Punkte leiten Wende ein

Elf davon machte Aleks Nadjfeji, der 2008 mit Alba die letzte Meisterschaft gewonnen hatte. Im vergangenen Sommer hatte der Serbe seine Karriere eigentlich beendet und in Tübingen als Assistent von Coach Igor Perovic angeheuert. Aufgrund der mageren Resultate wurde der Forward aber zum Comeback überredet, und es machte dem 37-Jährigen sichtlich Spaß, sein Können an alter Wirkungsstätte noch einmal vorzuzeigen.

Trotz der 31 kassierten Punkte lag Alba nach einem ersten Viertel, in dem auf beiden Seiten fast jeder Wurf sein Ziel fand, nur geringfügig zurück – mit 27:31 war der Zwischenstand allerdings alles andere als standesgemäß.

„Uns war klar, dass die Leute haben, die guten Basketball spielen können, wie Nadjfeji oder auch Alex Harris“, sagte Jagla. „Zum anderen tun wir uns manchmal wirklich schwer, von Anfang an da zu sein. Das müssen wir abstellen.“ Im zweiten Durchgang durfte besagter Harris (24 Punkte) noch immer zu oft werfen und treffen, aber so langsam machte sich Albas tieferer Kader und eine jetzt bissigere Grundhaltung bemerkbar. Die Gäste machten nur noch 17 Punkte, was eher nach Obradovics Geschmack war. Nachdem Jagla mit elf Punkten in vier Minuten die Wende eingeleitet hatte, legten seine Kollegen noch 20 dazu. Alba führte zur Pause 58:48.

Das Ergebnis am Ende standesgemäß

Auch drei Tage zuvor hatte Obradovic beim 87:71 im Eurocup gegen Juschne nach schwacher erster Halbzeit mit einem „Weckruf“ ein viel fokussierteres Team zurück aufs Parkett geschickt. Auch gegen Tübingen sorgte sein Team bald für klare Verhältnisse.

Der Tabellenletzte schlug sich zwar mit Nadjfefi (14 Punkte) weiter achtbar, aber Alba eilte davon. Nach dem dritten Viertel war der Vorsprung komfortabel (84:64), das Ergebnis am Ende standesgemäß. Über die Siegesserie, sagte Jagla, „wird innerhalb der Mannschaft selten geredet, aber dass es der 13. war, wissen wir schon“.

Ob er und sein Team am Mittwoch mit Sieg Nr. 14 den Vereinsrekord aus der Saison 1998/99 beim Rückspiel in Juschne einstellen können, wird im Livestream des RBB (17 Uhr) am Computer mitzuerleben sein.