Der Abschluss passte ins Bild eines gelungenen Abends: Nach dem 81:46 von Alba Berlin im Eurocupspiel gegen Belfius Mons-Hainaut (Belgien) umringten die Berliner Spieler auf dem Feld ihren Kollegen Cliff Hammonds und sangen ihm an seinem 28. Geburtstag ein entsprechendes Ständchen. „Das hat heute Spaß gemacht“, sagte Hammonds, der stolz eines seiner vier Kinder auf dem Arm trug. Spaß hatten auch die Zuschauer. Immerhin waren am Mittwochabend 7573 Fans in die O2 World gekommen, obwohl es zwischen den als Gruppensieger feststehenden Berlinern und den ausgeschiedenen Belgiern um nichts mehr ging.
Eigentlich kann man in einem solchen Spiel nur schlecht aussehen. Spielt die Mannschaft bescheiden, hagelt es Kritik wegen Arbeitsverweigerung. Gewinnt das Team wie vorhergesehen, heißt es, dass dies schließlich seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit gewesen wäre. So durfte sich Albas Sportdirektor Mithat Demirel freuen: „Wir haben das Bestmögliche aus dem Spiel gemacht.“
Ersatzspieler Timor 23 Minuten im Einsatz
Alba hatte die Zuschauer begeistert, stellte einen neuen Vereinsrekord für den Europapokal auf (Sieg mit 35 Punkten Differenz), die Mannschaft hatte mit hoher Intensität gespielt und blieb so im Rhythmus. „Es war gut fürs Selbstvertrauen und für den Teamgeist“, sagte Trainer Sasa Obradovic. Dass ein Ersatzspieler wie Bar Timor gut 23 Minuten zum Einsatz kam, „wird ihm für die Zukunft helfen“ (Obradovic).
Dass vom 8. Januar 2014 an in der zweiten Gruppenphase in SIG Strasbourg, den Ukrainern von Chimik Juschne und Radnicki Kragujevac (Serbien) nun schwierige Gegner folgen, wurde von den Alba-Verantwortlichen erst einmal etwa weggeschoben. „Ab sofort liegt der Fokus auf Vechta“, forderte Demirel. Am Sonnabend muss Alba in der Bundesliga beim Aufsteiger antreten.
Rasta Vechta spielt sehr unkonventionell
Das wird ein komplett anderes Spiel“, meinte Demirel mit Blick auf die unkonventionelle Spielweise von Vechta. Da wird nach vorne gerannt, sofort geworfen – und alle stürzen sich dann auf den Rebound. Da ist Kampfgeist gefragt.
Berlins Topscorer David Logan wird nach seiner Kniereizung wohl auch in Vechta noch geschont werden. „Wir werden ihn nicht verheizen“, kündigte der Sportdirektor an.
seb





