Basketball

Alba Berlin gewinnt gegen Ratiopharm Ulm mit 102:74

Die Basketballer von Alba Berlin haben ihre makellose Heimserie mit einem Kantersieg ausgebaut. Gegen das Spitzenteam Ulm gewannen sie am Abend mit 102:74. Es war der erste Hunderter der Saison.

Alba gewinnt gegen Ulm mit 102:74

Alba Berlin hat seine makellose Heimserie ausgebaut. Gegen das Spitzenteam Ulm gewannen sie mit 102:74. Im Alba-Fantalk kommentieren Jonas Wohlfarth-Bottermann und Bar Timor die Partie.

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Wer dachte, dass der Kantersieg vor knapp einer Woche gegen Bayern München ein Ausrutscher nach oben gewesen sein könnte, muss umdenken. Albas Basketballteam ist zumindest derzeit zu Hause eine Macht.

Am Abend wurde vor 11.215 Zuschauern in der O2 World das nächste Spitzenteam klar besiegt. Die Berliner schlugen ratiopharm Ulm mit 102:74 (48:36). Es war der erste Hunderter der Saison.

„Alba war in allen Bereichen besser, hat mit Druck verteidigt und im Angriff mit hohem Tempo und sehr variabel gespielt und verdient gewonnen“, gratulierte Gäste-Trainer Thorsten Leibenath. Albas Coach Sasa Obradovic bedankte sich erneut bei den „perfekten Fans“. Diese kämen, um „eine Mannschaft zu sehen, die für einander spielt, und in der alle zum Erfolg betragen.“ Aber auch das sei nur ein Spiel in einer noch langen Saison gewesen.

Ulm hatte im Sommer anders als Alba nur einen Abgang Richtung Bayern München zu verkraften, der aber war mit US-Center John Bryant, dem wertvollsten Spieler der Liga der letzten beiden Jahre, sehr prominent. Ohne den Koloss unter dem Korb hatte Leinbenath das Spiel sehr erfolgreich weiter nach außen verlegt. Seine Mannschaft war als bestes Dreier-Team der Liga angereist und eines, das bislang durchschnittlich 87 Punkte pro Spiel machte.

Alba hingegen ließ nur 65,5 Zähler pro Partie zu. Die große Frage war, wer würde wem sein Spiel aufzwingen. Durch Nationalmannschafts-Spielmacher Per Günther ging Ulms Dreier-Party gleich los. Alba hielt anfangs nicht gut in der Defensive dagegen, sondern punktete munter mit. Nach gerade mal vier Minuten stand es 12:12.

Bevor die Berliner auch in der Defensive zulegten, bauten sie allerdings erst mal ihren Lauf im Angriff aus. Levon Kendall und Jonas Wohlfarth-Bottermann punkteten in Korbnähe – 24:21 (10.).

Logan wirft 24 Punkte

In gerade mal zwei Minuten warfen Reggie Redding und David Logan die erste klare Führung der Berliner heraus. Alba führte 35:23 (14.) und legte jetzt auch in der Verteidigung zu, sodass der Vorsprung kurz vor der Halbzeitpause sieben Punkte betrug (39:32/16.). Bevor es dann wirklich zum Durchpusten in die Kabine ging, machten erneut Logan und die Langen, Kendell und Wohlfarth-Bottermann die Führung wieder komfortabel – 48:36.

Ulm war mit einer Bundesliga-Niederlage mehr (3) als die Berliner (2) in die O2 World gekommen und als Tabellenführer der Gruppe C des Eurocups, mit einer Bilanz von 4:1 Siegen, wie Alba in der Gruppe D. Die Hoffnungen von Coach Leibenath, dass es nun ein Duell auf Augenhöhe werden würde, erfüllten sich nicht.

Der junge deutsche Coach, der ansonsten sein Team ähnlich gestenreich anleitet wie Obradovic, schaute jetzt entweder mit verschränkten Armen zu oder kauerte tief in der Hocke vor seiner Bank. Einen Plan, wie Alba zu stoppen sein könnte, hatte er nicht. Alba führte durch Redding, Kendall und Cliff Hammonds schnell 58:38 (24.) und kontrollierte die Partie unter beiden Körben.

Auch als Obradovic seinen Youngster Bar Timor für seine guten Trainingsleistungen mit insgesamt 6:45 Minuten Spielzeit belohnte, blieb das Spiel seines Teams im Fluss, mit 20 Punkten Vorsprung (72:52) ging es ins letzte Viertel.

Als Alba bald mit 84:55 führte, erlahmte der allerletzte Verteidigungsbiss. Ulm traf noch ein paar Dreier, aber das tat dem Jubel keinen Abbruch als Akeem Vargas Albas erstes 100-Punkte-Spiel dieser Saison perfekt machte. Beste Berliner Werfer waren David Logan mit 24 Punkten, Kendall (17), Wohlfarth-Bottermann und Vojdan Stojanovski (je 13).

„Es läuft derzeit ganz gut, wir haben jetzt drei Spiel hoch gewonnen“, strahlte Wohlfarth-Bottermann, der das 77:55 am Mittwoch im belgischen Mons mit einbezog. „Aber wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen, denn am Mittwoch kommen die Bonner und die haben einen ähnlich guten Lauf.“

Stimmt. Beim Rückspiel im Europacup, das bereits dritte Duell dieser Saison gegen Bonn (20 Uhr, O2 World), müsste gewonnen werden, sollen die Chancen auf die zweite Runde gewahrt bleiben.