Union Berlin kämpft sich aus der Ergebniskrise heraus. In der Fußball-Bundesliga ließen die Berliner Borussia Dortmund nach dem Rückschlag in der Champions League erneut straucheln. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac kam drei Tage nach der Pleite bei FK Bodö/Glimt (0:1) nicht über ein 0:0 in Köpenick hinaus. Dennoch thront der BVB vorerst an der Tabellenspitze, die unmittelbaren Konkurrenten könnten die Dortmunder jedoch schnell wieder stürzen.
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In einer zweikampfintensiven Partie im Berliner Nieselregen biss sich der in der Liga immer noch ungeschlagene BVB an der Köpenicker Defensive die Zähne aus, nach dem dritten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg droht eine erste kleine Ergebniskrise. Mit 14 Punkten schoben sich die Dortmunder trotzdem vorübergehend in die Pole Position vor den SC Freiburg (13). Die Breisgauer könnten allerdings am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) im Spiel bei Bayer Leverkusen wieder vorbeiziehen. Am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) hat auch Bayern München (11) gegen RB Leipzig die Chance, den BVB zu verdrängen.
BVB reist weiter: Drittel Auswärtsspiel binnen einer Woche wartet
Für Dortmund gehen die Reisestrapazen derweil weiter: Am Dienstag (18.45 Uhr/DAZN) ist das Team von Kovac in Aserbaidschan bei Sabah FK erneut in der Königsklasse gefordert – es ist das dritte Spiel in der Ferne innerhalb von sieben Tagen.
Zum Auftakt der Auswärtswoche hatte der BVB am Mittwoch im norwegischen Bodö gepatzt. Kovac hatte anschließend von seiner Mannschaft gefordert, in Berlin „an die Leistungsgrenze“ zu gehen. Dafür rotierte der Coach auf gleich fünf Positionen und konnte dabei unter anderem wieder auf Nico Schlotterbeck setzen, der in Norwegen nach mehreren Verletzungen noch aus Gründen der Belastungssteuerung gefehlt hatte. Im Sturm brachte Kovac seinen Torjäger Serhou Guirassy.
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Gleich zu Beginn ging Ethan Nwaneri jedoch etwas zu übermotiviert in einen Zweikampf mit Unions Tom Rothe und sorgte für eine Schrecksekunde: Schiedsrichter Daniel Schlager zog die Rote Karte aus der Tasche – zeigte dem Offensivspieler jedoch letztendlich die Gelbe (1.). Da Rauchschwaden aus dem Union-Block anschließend minutenlang das Spielfeld in einen dichten Pyro-Nebel hüllten, konnte der BVB kurz durchatmen.
Union setzt Defensiv-Akzente und bleibt stabil – Dortmund tut sich schwer
In einer intensiven Anfangsphase zeigten sich die Gäste in den Zweikämpfen robust und sammelten in den ersten 15 Minuten schon drei Gelbe Karten. Dortmund übte Druck aus und übernahm mehr und mehr die Spielkontrolle, fand im letzten Drittel gegen die leidenschaftlich verteidigenden Gastgeber aber kein Durchkommen.
Union setzte kurz vor der Pause ebenfalls Akzente in einer chancenarmen Partie, die weiter von Nickligkeiten und Fouls geprägt war. Tim Skarke vergab im zweiten Durchgang die Riesenmöglichkeit für Union aus spitzem Winkel (60.). Dortmund tat sich zunächst weiter schwer – zudem musste der kurz zuvor erst eingewechselte Konstantinos Karetsas nach einem Zweikampf mit Rani Khedira von zwei Betreuern gestützt das Feld verlassen (69.).
sid




