Für Union Berlin und Cheftrainerin Marie-Louise Eta wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Berlins Fußball-Bundesligist unterlag bei RB Leipzig mit 1:3 (0:2) und bekommt außerdem ein Problem auf der Torhüterposition. Stammtorwart Frederik Rönnow musste nach einer halben Stunde verletzt ausgewechselt werden.
Gegen Wolfsburg sei es der erste Schritt in die richtige Richtung gewesen. In Leipzig sei es nun die Aufgabe, „die Chancen zu nutzen und etwas mitzunehmen“. Wie riesig dieser Wunsch von Cheftrainerin Eta tatsächlich war – nur wenige Minuten genügten, um dies zu belegen. Es war ein Wunsch der Kategorie unerfüllbar.
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„Ich fand, dass wir in der ersten Halbzeit grundsätzlich kompakt standen und einfach mehr aus unserem Ballbesitz hätten machen können. Letztendlich ist Leipzig einfach eine starke Mannschaft, die ihre Chancen auch immer wieder eiskalt nutzen kann.. Am Ende ist es eine verdiente Niederlage“, sagte Eta.
Union fehlte nicht der Mut. Tatsächlich starteten die Köpenicker recht ordentlich für eine Mannschaft, die nach dem Trainerwechsel so kurz vor dem Saisonende und der bitteren Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg (1:2) im Gepäck nach Orientierung sucht. Es war der qualitative Unterschied, der den Ausschlag gab.
Klaus debütiert für Union Berlin in der Bundesliga
Natürlich waren die Leipziger auf dem Weg zum Champions-League-Ticket spielerisch überlegen. Wenn dann in den wichtigen Momenten auch die richtigen Entscheidungen getroffen werden, ist die Richtung der Partie vorherbestimmt. Aus Sicht der Unioner sollte es ein gebrauchter Freitagabend werden. In jeder Hinsicht.
Eine halbe Stunde war vorbei, als Frederik Rönnow nach einem Abstoß hektisch in Richtung Union-Bank winkte. Kurz nach der Spielunterbrechung sackte er auf den Rasen und ließ sich am rechten Knie behandeln. Schnell war klar: Für Unions Stammtorhüter geht es nicht mehr weiter. Da die etatmäßige Nummer zwei Matheo Raab nach seiner Handverletzung aus dem Spiel beim SC Freiburg (1:0) noch nicht fit ist, musste Carl Klaus ran.
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Für den 32-Jährigen war es das Bundesliga-Debüt. Für Union war Klaus beim Stand von 0:2 ab sofort der Rückhalt, der ein Debakel verhindern musste. Rönnow hatte zuvor bereits zweimal in größter Not (7.) und in Zusammenarbeit mit dem fleißigen Andras Schäfer (9.) retten können. Beim Distanzschuss von Max Finkgräfe (22.) sowie gegen Romulo (25.) war er machtlos.
Burke vergibt Riesenchance für Union Berlin
Dieses zweite Gegentor war sinnbildlich für die Einfachheit, mit der Union sich in Leipzig düpieren ließ. Ein langer Abschlag von RB-Torhüter Maarten Vandevoordt, eine indiskutable, weil viel zu kurze Kopfball-Rückgabe von Leopold Querfeld – schon zappelte der Ball im Tor. Tatsächlich war es Unions Klaus, der mit zwei Glanzleistungen (34., 40.) vor der Pause Schlimmeres verhinderte.
Stichwort Entscheidungen: Als mit Schäfer endlich ein Union-Profi vor dem RB-Tor auftauchte, suchte er per Querpass Andrej Ilic anstatt selbst aufs Tor zu schießen (44.). Und als Stürmer Oliver Burke plötzlich allein vor Vandevoort auftauchte, versuchte er, den Schlussmann auszuspielen – und blieb hängen (45.+2).
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Beim 0:3 durch Ridle Baku düpierte Yan Diomande mit seiner Vorlage gleich die halbe Union-Abwehr (63.). Man muss es Union hoch anrechnen, dass das Team nicht aufgab. Den Lohn für dieses Weitermachen gab es mit dem Anschlusstreffer durch Danilho Doekhi (78.). Es sollte allerdings nicht mehr als nur Ergebniskosmetik sein. Das vermeintliche 2:3 durch Ilyas Ansah wurde wegen Abseits nicht anerkannt (90.+1).









