Union Berlin bleibt auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart kam beim FC Augsburg zu einem 1:1 (0:1). Der eingewechselte Marin Ljubicic rettete das Remis in der Nachspielzeit. Die Köpenicker gehen damit als Tabellenneunter in die Rückrunde, die am Sonntag (15.30 Uhr, DAZN) mit dem Gastspiel beim VfB Stuttgart beginnt.

Rund eine halbe Stunde war gespielt, als die Partie für sechs Minuten unterbrochen werden musste. Aus dem Block der Augsburger Anhänger flogen hunderte Flummis auf das Spielfeld als Protest gegen den Donnerstagstermin. „Ihr zerstückelt unsere Spieltage! Wir zerstückeln eure Spielzeit“ war zudem auf großen Bannern zu lesen.

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Ordnungskräfte und auch Spieler beider Mannschaften waren bemüht, das Feld von den Gegenständen zu befreien. Schon aus eigenem Interesse: Keiner der Profis möchte auf den Flummis wegrutschen und sich dabei vielleicht noch eine Blessur zuziehen. Doch die Fans nahmen eine Verletzung selbst der eigenen Spieler damit bewusst in Kauf. Unterstützung eines Teams sieht ohne Zweifel anders aus.

Gute Chancen für Union Berlin

Es war ein typisches Union-Spiel. Die Baumgart Elf arbeitete gut, war giftig in den Zweikämpfen, zeigte sich gut organisiert und war vereinzelt torgefährlich. In jedem Fall behielten die Köpenicker die Ruhe. Alles Indizien dafür, dass sich Union in dieser Saison ein wenig stabilisiert hat. „Wir wollen gucken, dass wir erfolgreich bleiben, an unserer Spielweise festhalten, um dann auch die Möglichkeit zu haben, um zu punkten“, hatte Baumgart als Marschroute ausgegeben.

Gegentore zu verhindern, galt auch in Augsburg als oberstes Prinzip. Doch es gehört fast schon zum aktuellen Union-Jahrgang dazu, dass er sich mit dem Toreschießen erneut schwertat gegen eine Augsburger Elf, die erstaunlich ratlos wirkte – und den Spielverlauf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dennoch auf den Kopf stellte.

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Aus fast 30 Metern hatte Alexis Claude-Maurice abgezogen, wie ein Strich flog der Ball in den Winkel des Union-Tores, kaum zu halten von Frederik Rönnow. Unions optische Überlegenheit mit guten Chancen durch Andras Schäfer (19.), Wooyeong Jeong (22.) und Oliver Burke (29.) war plötzlich nur noch eine Randnotiz.

Rönnow hält Union Berlin im Spiel

Auch nach dem Seitenwechsel behielt Union zunächst die Ruhe. Zuletzt im Heimspiel gegen Mainz 05 (2:2) hatte man schließlich 0:2 zurückgelegen. Ilyas Ansah hatte die erste Möglichkeit für die Köpenicker per Kopfball (54.). Doch die Augsburger, die tief im Abstiegskampf stecken, waren mit der Führung im Rücken etwas mutiger als noch vor der Pause. Claude-Maurice zirkelte einen Freistoß an den Pfosten (58.).

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Rönnow musste kurz darauf all sein Können auspacken gegen Anton Kade (60.). Doch je länger die Partie dauerte, desto mehr übernahm Union die Regie. Die Gäste eroberten viele zweite Bälle am Augsburger Strafraum. Doch die leichte Überlegenheit mündete nicht in Torchancen. Jetzt lief Union die Zeit davon.

Rani Khedira drosch den Ball aus zehn Metern weit über das Tor (78.). Der Ausgleich wollte aber nicht gelingen. Zu allem Überfluss sah Derrick Köhn noch die Rote Karte (88.) wegen groben Foulspiels. Dann kam Ljubicic.