Mit einem Sieg beendet Union Berlin sein sechstes Jahr in der Fußball-Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart schließt die Saison nach dem 2:1 (0:1) beim FC Augsburg als Tabellen-13. mit 40 Punkten ab. „Wir sind froh, dass der Spielverlauf am Ende zu unseren Gunsten war. Wir haben wieder mal ein Spiel gedreht, die Jungs sind drangeblieben und das zeichnet uns auch aus“, freute sich der Union-Coach.
Es war der Tag der letzten Male in Augsburg. Felix Brych (49.) bestritt sein 359. und damit letztes Spiel als Schiedsrichter in der Bundesliga. Damit ist er Deutschlands Rekord-Schiedsrichter. Und der promivierte Jurist, der unter anderem Endspiele in der Europa League (2024) und in der Champions League (2017) gepfiffen hat, wählte zum Abschluss seiner 26 Jahre dauernden Karriere bewusst „ein Spiel, bei dem es um nichts mehr geht“.
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Auf seine Erlebnisse mit Brych angesprochen, musste Steffen Baumgart zunächst ein wenig schmunzeln, ehe er antwortete. „Auch wir hatten das eine oder andere intensive Gespräch. Wichtig ist aber, dass man vernünftig auseinandergehen kann. Das haben wir immer geschafft“, sagte der Union-Trainer.
Schwolow ersetzt verletzten Rönnow bei Union Berlin
Zudem durfte sich Alexander Schwolow noch einmal im Union-Tor präsentieren. Der Torhüter wird die Köpenicker nach zwei Jahren verlassen. Unions Nummer eins, Frederik Rönnow, hatte sich allerdings im Abschlusstraining leicht lädiert. Und um kein Risiko einzugehen, hatte sich Coach Baumgart für Schwolow entschieden. Rönnow fuhr gar nicht erst mit nach Augsburg, sondern blieb in Berlin.
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Schwolow war eine von insgesamt fünf Änderungen in der Startelf im Vergleich zum 0:3 gegen den 1. FC Heidenheim im letzten Heimspiel der Saison vor einer Woche. So durfte David Preu sein Debüt in der Anfangsformation feiern. Der 20-Jährige wurde bei seinen bisherigen Kurzeinsätzen im Mittelfeld oder in der Abwehr eingesetzt. In Augsburg durfte er auf der linken Außenbahn, seiner Lieblingsposition, agieren.
Neben Schwolow und Preu waren auch Andras Schäfer, Josip Juranovic und Tim Skarke von Beginn an dabei. Christopher Trimmel, Andrej Ilic und Laszlo Benes mussten auf die Bank, Kevin Vogt stand gar nicht erst im Kader.
2900 Fans feuern Union Berlin in Augsburg an
Experimente solle es keine geben, hatte Baumgart noch kurz vor dem Anpfiff bei Sky gesagt. Doch Tom Rothe als linken Innenverteidiger in der Dreierkette sowie Janik Haberer als rechten Abwehrspieler darf man schon als ungewöhnlich für diesen Union-Jahrgang bezeichnen. Dass der Coach nach dem Seitenwechsel auf Viererkette umstellte, kann als weiterer Fingerzeig gewertet werden, wohin die sportliche Reise der Köpenicker in der kommenden Saison gehen könnte.
Der Plan, den 2900 mitgereisten Union-Fans die Rückfahrt nach Berlin ein wenig zu versüßen, ging jedoch lange Zeit kaum auf. Union bemühte sich um einen versöhnlichen Saisonabschluss. Den letzten Biss vermisste man bei den Berlinern dennoch. Die Augsburger wirkten energischer, hatten nicht nur mehr vom Spiel, sondern auch die besseren Möglichkeiten. „Wenn wir die 90 Minuten betrachten, wissen wir, woran wir im Sommer arbeiten wollen“, sagte Baumgart
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Wirklich zwingend wurde es erst kurz vor der Pause. Union war zu weit aufgerückt, was sich die Hausherren zunutze machten. Phillip Tietz düpierte Unions Leopold Querfeld mit einem Haken, enteilte dem Berliner Verteidiger mühelos und nutzte ein steiles Anspiel zum 0:1. Der Schuss ins rechte untere Eck war für Schwolow zu scharf (41.). Nur eine Minute später verhinderte der Union-Torwart jedoch das 0:2.
Ilic erzielt sieben Saisontore für Union Berlin
Andrej Ilic zeigte einmal mehr, warum sich Union unbedingt darum bemühen solle, ihn fest vom OSC Lille zu verpflichten. Nach gut einer Stunde hatte der Serbe Youngster Preu ersetzt. Wenig später war er Schlusspunkt eines Spielzuges, den man so gern als Union-like bezeichnet.
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Querfeld hatte den Ball erobert, über Ilic kam der Ball zu Benedict Hollerbach, der Augsburgs Finn Dahmen zu einer Parade zwang. Doch der FCA-Torwart ließ den Ball nach vorn prallen, Ilic kam herangerauscht und erzielte mit seinem sechsten Saisontor das 1:1 (69.).
„Am Ende haben wir alles aus uns rausgeholt und konnten das Spiel noch drehen. Es ist für alle umso schöner, dass wir die Saison mit einem Sieg beenden und nochmal vor unseren Fans feiern konnten“, sagte Ilic. Dass der Stürmer in der Nachspielzeit auch den Siegtreffer für Union Berlin erzielte, passt ins Bild (90.+4).










