Am Anfang, in den späten 90er-Jahren, war da eine Brache. 18 Hektar ungenutztes, lebloses Gelände, wo gut ein Jahrhundert zuvor der Güterverkehr der Berliner Ostbahn abgewickelt wurde. Heute bildet eine der modernen Multifunktionsarenen der Welt das Herzstück dieses Areals: Die o2 World. Wie ein soeben gelandetes Raumschiff liegt die 160 Meter lange, 130 Meter breite und 35 Meter hohe Arena unweit des Spreeufers. Abends strahlt ihre 120 Meter breite und zwölf Meter hohe gewölbte LED-Fassade, mit 1440 m2 und 300.00 Lichtpunkten eine der weltgrößten ihrer Art, in Blau und Weiß.

In ihrer Eröffnung am 10. September 2008 gipfelte eine für Deutschland bis dato einmalige Geschichte rund um Geländeentwicklung und Baukunst. Als Vorbild galt dem Bauherrn, der amerikanischen Anschutz Entertainment Group (AEG), sein Engagement in Los Angeles und London.

In der kalifornischen Metropole hatte das Unternehmen, einer der weltweit größten Betreiber und Eigner von Profisportclubs, Sport- und Konzertarenen, sich bei der Standortsuche für eine neue Arena bewusst für ein braches Gelände in einem strukturschwachen Bezirk entschieden. Heute zieht an dieser Stelle der Entertainment-Bezirk „L.A. Live“ mit dem Staples Center Woche für Woche Zehntausende Besucher an. In London erwarb Anschutz den funktionslosen Millenium Dome und wandelte ihn 2007 in den Entertainment-Bezirk „The O2“ um.

Leben durch gute Funktion

Was in London mit dem Telefonieanbieter als Sponsor gelungen war, sollte auch in Berlin Wirklichkeit werden. „Ohne Partner keine Arena, das war die Maßgabe für das Berliner Projekt,“ betont Michael Hapka, Geschäftsführer der o2 World Berlin. Die kühnen Entwürfe des Architekturbüros HOK Sports, Amerikas führendem Stadionbauer und das Betriebskonzept überzeugten o2 schon in einer frühen Planungsphase. Als besonders reizvoll erwies sich für den Kommunikationskonzern die Möglichkeit, die o2 World Berlin zu einer Erlebniswelt für seine Kunden gestalten zu können. Ein Gebäude, das durch seine Funktion lebt, das überzeugt durch seine hohe Aufenthaltsqualität. Michael Hapka: „Für den Entwurf wurde, statt eines Star-Architekten, ganz bewusst ein im Arena- und Stadionbau erfahrenes Architekturbüro beauftragt.“

Das Ergebnis ist eine o2 World, die auf höchstem Niveau eine Vielzahl von Funktionalitäten erfüllt und damit ihre Besucher Woche für Woche immer wieder neu überzeugt. Der weitläufige, großzügige Eingangsbereich etwa, die luftigen Umläufe oder die freien Sichtlinien von quasi jedem Sitzplatz aus. Die mobile Stehplatztribüne, die die Fans der Eisbären Berlin bei jedem Heimspiel das Eishockeygeschehen hautnah erleben lässt.

„Gut sitzen, gut sehen, gut hören.“

„Unser Credo“, sagt Hapka, „ist ganz einfach. Gut sitzen, gut sehen, gut hören.“ Dafür sorgen die bequem gepolsterten Stühle mit Rückenlehne, die ausgeklügelte Akustik, die gut erreichbaren Verkaufspunkte und nicht zuletzt der Premiumbereich mit eigenem Eingang, Terrassenrestaurant, 59 Entertainment- sowie Party- und Konferenzsuiten und dem Premium Club mit eigenem Kamin.

Zur Feuertaufe am 12. September 2008 hatte die Band Metallica zur Record Release Party geladen. 17.000 Tickets wurden zum Preis von 10 € verkauft. Zum ersten Mal füllten sich die Ränge, die Arena erlebte eine großartige Premiere und die o2 World Berlin begründete ihren Ruf als ein „Welt-Ereignis-Raum“. Gebaut für Berlin, ist die Arena heute weit über Deutschlands Grenzen hinaus ein Synonym für fantastische Erlebnisse – egal ob es um Sport, Shows oder Konzerte geht.