,,Der Sinn des Lebens scheint mir darin zu bestehen, hinter den Sinn meines Lebens zu kommen“. Diesen Satz hat der Schriftsteller Erwin Strittmatter vor langer Zeit aufgeschrieben. Stoff zum Nachdenken bietet er auf alle Fälle, denn die Sinn-Frage beschäftigt wohl jeden. Immer wieder. Doch wie denken Jugendliche darüber? Wozu sind wir eigentlich hier? Das wollten wir genauer wissen und haben Schüler der Spandauer Martin-Buber-Oberschule dazu befragt. So unterschiedlich die Antworten ausfielen, eines war bei fast allen gleich: Familie und Freunde sind das Allerwichtigste!
Leyla, 18: Das Wichtigste im Leben ist für mich die Familie, das steht fest. Mein berufliches Ziel ist es, später einmal Wissenschaftlerin zu werden. Als persönliches Ziel habe ich mir vorgenommen, mit dem glücklich zu sein, was ich erreiche. Was man unbedingt schon einmal erlebt haben sollte? Man sollte in den Urlaub und ans Meer gefahren sein. Was ich tun würde, wenn ich nur noch drei Monate hätte? So viel wie möglich machen.
Jolanda, 12: Ich finde auch, dass Familie das Wichtigste im Leben ist. Später will ich mal eine gute Arbeit finden und auch eine Familie gründen.
Luisa, 15: Was der Sinn des Lebens für mich ist? Dass man täglich Erfolge erzielt, sich mit seiner Familie gut versteht und in der Lage ist, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Im Moment finde ich es außerdem sehr wichtig, sich auf die Schule zu konzentrieren und sich schon mal mit dem Thema Berufswahl zu beschäftigen. Ich selbst würde später gerne Psychologin werden.
Ayleen, 14: Was der Sinn des Lebens ist, das kann ich nicht so genau sagen. Auf jeden Fall weiß ich, dass ich später einmal als Ärztin arbeiten möchte, um anderen Menschen helfen zu können. Und wenn ich nur noch drei Monate zu leben hätte? Dann würde ich versuchen, noch einmal mit meiner Familie in den Urlaub zu fahren.
Fabio, 15: Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, das Leben zu genießen. Das Wichtigste überhaupt sind für mich Liebe und Freundschaften, auf die man vertrauen kann. Ich finde außerdem, dass man schon einmal in ein schönes Land gereist sein sollte. Es ist wichtig, dass man sich mal andere Lebensweisen anschaut. Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich so viel verreisen würde, wie es geht, wenn ich nur noch drei Monate hätte. Was ich später einmal werden will, das weiß ich noch nicht genau. Physiotherapeut wäre aber vielleicht ein guter Beruf für mich.
Nadja, 18: Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist eine sehr individuelle Frage, und jeder wird dazu eine andere Meinung haben. Ich finde aber, man sollte von der Welt viel sehen und mitkriegen. Das Wichtigste ist für mich, dass man Freunde hat – und überhaupt Menschen, bei denen man sich wohl fühlt. Und dass man frei ist. Für mich bedeutet Freiheit, dass man machen kann, was man möchte, dass man sich nicht einschränken muss und dass es nicht immer nur um Geld geht. Oder darum, was andere von einem erwarten.
Pascal, 15: Spaß haben, das ist für mich der Sinn des Lebens. Und das Wichtigste im Leben sind für mich: Familie und Freunde. Deshalb würde ich mich auch vor allem mit meinen Freunden treffen, wenn ich nur noch drei Monate hätte.
Marco & Lisann, beide 18: Der Sinn des Lebens? Dass man glücklich und gesund ist, eine Familie gründet, eine Liebe findet und gut wirtschaftet. Deshalb ist es auch ein Ziel, später die Kinder gut zu erziehen und für die Familie da zu sein. Unbedingt sollte man auch mal Fallschirmsprünge ausprobieren und in andere Länder reisenBjörn, 19: Etwas zu erreichen, wovon später jeder spricht, das ist mein persönliches Ziel – und dass ich damit glücklich bin. Beruflich möchte ich später etwas in Richtung Informatik machen, das stelle ich mir gut vor. Hätte ich nur noch drei Monate, dann würde ich auf jeden Fall mit meiner Freundin in den Urlaub fahren und chillen.
Olli, 16: Erfolgreich und glücklich zu sein, das denke ich, ist der Sinn des Lebens. Man sollte eine Familie gründen, einen Abschluss machen und beruflich etwas leisten. Karriere machen. Als Anwalt oder im Bereich der Wirtschaft zu arbeiten, das könnte ich mir gut vorstellen. Auf jeden Fall sollte man sein Leben nicht verschwenden, indem man nur zuhause hockt. Kurzfristig ist es aber erst einmal mein Ziel, das Abi zu schaffen. Wenn ich nur noch drei Monate hätte, dann würde ich mit der Schule aufhören und so viel Zeit wie möglich mit meinen Freunden und mit der Familie verbringen. Also das machen, was ich mir schon immer vorgestellt habe.
David, 12: Später möchte ich gerne mal Fußballer werden – oder aber Youtuber. Party machen, das finde ich auch ziemlich cool.
Natalie Marshall, Klasse 9a, Nelson-Mandela-Schule, Berlin-Wilmersdorf,
und Maja Fürst, Klasse 9d, Marie-Curie-Gymnasium, Dallgow-Döberitz




