Dabei könnte es so einfach sein, denn laut der Studien von TNS Healthcare sehen 67 Prozent der Deutschen die Organspende - zumindest solche nach dem Tod - als etwas Positives. Und doch besitzen nur 17 Prozent von ihnen auch einen Organspendeausweis, der im Fall der Fälle diese schwierige Entscheidung für Angehörige lösen würde.
Die Organspende scheint noch immer ein großes Tabuthema zu sein – man möchte sich nicht mit dem Tod beschäftigen, vor allem, wenn man jung ist. Bei einer Umfrage unter 32 Jugendlichen einer Berliner Gesamtschule stellte sich heraus, dass alle ein fremdes Organ annehmen würden, wenn sie es bräuchten, aber nur 28 Prozent der Befragten nach ihrem Tod als Organspender bereitstehen wollen.
Durchschnittlich kann die Mehrfach-Organspende eines Menschen drei Schwerkranke bzw. Schwerverletzte retten. Eine dieser „Beschenkten“ ist Claudia Kotter, denn als das betrachtet sie ihre neue Lunge, als ein Geschenk. Als Kind wurde bei ihr die unheilbare Krankheit Sklerodermie festgestellt. 2006 verschlechterte sich ihr Zustand so stark, dass sie eine neue Lunge benötigte. 2007 bekam sie dann die lebensrettende Transplantation.
Jetzt hat sie ihren eigenen Verein gegründet, mit dem sie und 15 andere ehrenamtliche Mitarbeiter vor allem junge Menschen über die Organspende aufklären wollen: Junge Helden e.V.. Sie versuchen, den Organspendeausweis zu verbreiten, damit mehr Menschen „beschenkt“ werden können.
Einen Link zum Downloaden des Ausweises und mehr Informationen gibt es unter der Adresse www.junge-helden.org



