Obwohl Sprechsänger Peter Fox erst nach zweieinhalb Stunden des Wartens die Bühne betritt, sind die Fans aus dem Häuschen. Vorher herrschte eine eher unruhige Stimmung, nur verhaltenen Applaus gab es für die beiden Vor-Acts Martin Jondo und James Hunter: Jetzt aber wird getanzt und mitgesungen, was das Zeug hält.

Beim Konzert gibt es nicht nur was fürs Ohr – vor Fox’ großem Auftritt bauten Bühnentechniker Podeste und eine riesige Leinwand auf. Für den nötigen Schwung sorgen die fünf umjubelten Jungs von „Cold Steel“ aus den USA, die dem Publikum mit ihrer Trommel-Show ordentlich einheizen.

Songs wie „Alles neu“ oder die Berlin-Hymne „Schwarz zu Blau“ kommen besonders gut an, kann sie doch so gut wie jeder Berliner mitsingen und nachvollziehen. Das ist vermutlich auch Peter Fox’ Erfolgsrezept: Das Gefühl von Verlorenheit in der Großstadt auf der einen, die Lebenslust und Schwärmerei für die deutsche Hauptstadt auf der anderen Seite.

Doch auch Fans der Berliner Reggae-Band Seeed kommen auf ihre Kosten: Der ehemalige Sänger der Band spielt außer den Songs aus seinem Album „Stadtaffe" auch Stücke seiner früheren Band.

Nach der dritten Zugabe ist dann wohl auch der letzte Konzertbesucher geschafft. Und obwohl die Stimmung zwischenzeitlich ein Tief erreicht hatte, da es den „Stadtaffen“ im Publikum in der Zeit des Wartens doch recht kühl geworden war, hat Peter Fox es geschafft, den 13. Juni 2009 zu einem Gute-Laune-Abend zu machen, den ich so schnell nicht vergessen werde…