Bisher diente MySpace zahlreichen Indie-Musikern vor allem als kostenlose Verteiler- und Werbeplattform. Nun will das werbefinanzierte Portal auch kommerziellen Online-Musikstores wie iTunes oder Musicload Konkurrenz machen. „In den USA gehen wir in spätestens drei Monaten an den Start. Für Deutschland müssen wir erst noch Lizenzfragen klären“, sagte MySpace-Gründer Tom Anderson Morgenpost Online. Geplant sei eine Kooperation mit den Musik-Großkonzernen Universal, Sony BMG und Warner.
Das Angebot von „MySpace Musik“ werde aus zwei Teilen bestehen. Auch weiterhin werden die derzeit rund fünf Millionen registrierten Künstler ihre Werke als kostenlosen Stream anbieten. Wer die Songs legal mit MP3-Player oder Mobiltelefon abspielen möchte, kann sie auf der angeschlossenen E-Commerce-Seite erwerben.
Befürchtungen, das Portal könne in seiner jetzigen Form als freies Künstlernetzwerk in Zukunft verschwinden, tritt MySpace entgegen. Das Projekt solle Künstler, Major Labels und User unter einem Dach vereinen und so einen öffentlich gestalteten Musikmarkt ermöglichen. „Musik wird sozial, da Künstler und Konsumenten selbst bestimmen, wie sie Musik erlebbar machen und erleben wollen“, sagte Joel Berger, Managing Director MySpace Deutschland.




