Das gleicht die Senkung der staatlichen Solarstromförderung - auch genau um acht Prozent zum Jahreswechsel - aus, und wer jetzt investiert, kann bei guter Planung sogar eine höhere Rendite als 2008 erwirtschaften, berichtet Michael Preißel, Geschäftsführer des Eberswalder Solarsystemanbieters Mp-tec. Experten schätzen sogar, dass Solarenergie schon in wenigen Monaten genauso günstig sein könnte wie der herkömmliche Strom aus der Steckdose, ermittelte Spiegel Online. Im vergangenen Jahr wurde das Erreichen dieses Zieles - "Netzparität" genannt - erst für 2015 prognostiziert.

Weniger Fördergeld

Der Preisverfall der Module hat mehrere Gründe: Der technische Fortschritt, die Entwicklung hin zum "Massenmarkt", die Preisrückgänge bei Rohstoffen und die gesunkenen Fördergelder zwingen die Anlagenhersteller jetzt zu Preisanpassungen.

Dank der geringeren Anfangsinvestitionen macht sich der Bau einer Solaranlage nun schneller bezahlt. Sebastian Fasbender (BSW): "Eine Solarstromanlage erwirtschaftet im Jahr rund sechs Prozent Rendite und ist damit eine der werthaltigsten und rentabelsten Anlageformen."

Der von der Anlage erzeugte Strom wird üblicherweise ins Stromnetz des örtlichen Netzbetreibers eingespeist, da kein Privatmann über ausreichende Speicherkapazitäten für Elektrizität verfügt. Für dieses Einspeisen ihres Solarstroms bekommen die Besitzer von Fotovoltaikanlagen einen auf 20 Jahre gesetzlich festgeschriebenen Preis pro Kilowattstunde, der höher als der marktübliche Strom-Bezugspreis. Derzeit werden solare Aufdachanlagen mit 43,01 Cent pro eingespeister Kilowattstunde vergütet, freistehende Solaranlagen bringen 31,94 Cent/kWh.

Wie in jedem Jahr sinken die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegten Solarstrom-Fördersätze auch zum Jahreswechsel 2009/2010 erneut. Ausschlaggebend für die Förderhöhe des vom Privatmann eingespeisten Stroms ist aber immer das Jahr der Inbetriebnahme der Solaranlage.

tr