Charlotte S., Wilmersdorf : Mein Kater hat Spaß daran, alles zu jagen was fliegt: Brummer, Schmetterlinge und Fliegen. Was mache ich, wenn er jetzt an eine Wespe oder Biene gerät und gestochen wird? Und was muss ich wissen, wenn er so ein Insekt verschluckt und dabei gestochen wird?
Andreas Ochs: Die Möglichkeit, bei der spielerischen Verfolgung einer Wespe oder Biene gestochen zu werden, besteht in der Tat! Oft sind es Katzen – und auf Hunde trifft das genauso zu – die noch wenig Erfahrung mit den stechenden Insekten gemacht haben und deshalb relativ sorglos nach ihnen schnappen. Mit zunehmendem Alter und auch nach entsprechenden Erlebnissen gehen die meisten dann etwas vorsichtiger vor, auch wenn das Brummen und Herumfliegen vor der Nase zum Zuschnappen Anreiz gibt.
Bei Atemnot schnell zum Tierarzt
Sollte es nun tatsächlich zu einem Stich in die Maulschleimhaut oder die Zunge gekommen sein, so merkt man das dem Tier ziemlich schnell an. Es entstehen starke Schwellungen, es kann zu vermehrtem Speichelfluss kommen und viele versuchen, sich mit den Pfoten an der Schnauze zu kratzen oder sie auf dem Boden zu scheuern.
Solange es nur den äußeren Maulbereich betrifft, sieht das zwar beängstigend aus, ist aber nicht lebensbedrohlich. Ernster wird es, wenn der Stich weiter hinten im Rachenraum oder am Zungengrund erfolgt. Dann wird die Atemnot deutlich erkennbar und jetzt muss ganz schnell ein Tierarzt aufgesucht werden!
Auch Tiere reagieren allergisch
Das ist auch in dem Fall dringend anzuraten, wenn es dem Tier unmittelbar nach dem Stich sehr schnell schlechter geht: Erbrechen bei gleichzeitigem spontanem Durchfall und ein völliger Kollaps sind die Anzeichen für einen anaphylaktischen Schockzustand. Das ist eine sehr starke allergische Reaktion des Organismus auf das Insektengift, wie sie auch beim Menschen auftreten kann. So ein Notfall muss sofort tierärztlich behandelt werden!
Aber am häufigsten ist ein Stich am Körper oder an den Pfoten, der je nach Empfindlichkeit des Tieres entweder gar nicht wahrgenommen wird oder aber mit einer plötzlichen Schmerzreaktion beantwortet werden kann. Hier reicht es oft aus, die betroffene Stelle schnell zu kühlen, oder die Pfote in kaltes Wasser zu tauchen.
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