Bei Kindern scheint die Sache schnell klar: unruhig, unkonzentriert, ständig in Bewegung – da ist der Verdacht auf ADHS nicht weit. Doch bei älteren Menschen stehen Ärzte oft vor einem Rätsel. ADHS im höheren Alter „ist ein noch wenig beachtetes Gebiet“, so Ulrike Kappel, Leitende Oberärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Mediclin Müritz-Klinikum.

ADHS bei Erwachsenen sei insgesamt schwer feststellbar, aber ganz besonders im Alter von ab etwa 60 Jahren, wie die Expertin betont. Denn die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung stelle sich bei Menschen im höheren Lebensalter völlig anders dar als bei Jüngeren. Für Betroffene bedeute das häufig Hilflosigkeit und eine Odyssee von Arzt zu Arzt. Doch das muss es nicht. Woran Ärzte ADHS im Alter erkennen können und wie Betroffenen geholfen wird, lesen Sie hier.

Auch interessant

ADHS-Symptome: Bei Erwachsenen zeigt sich die Krankheit anders