Der Start von Chase in Deutschland sorgte bei Sparerinnen und Sparern für Aufmerksamkeit. Mit einem Aktionszins von 4,0 Prozent p. a. auf Tagesgeld überbot die Direktbank viele Konkurrenten deutlich. Am Zinssatz hat sich seitdem nichts geändert. Allerdings hat die Europäische Zentralbank (EZB) zwischenzeitlich den Leitzins erhöht, und auch andere Banken haben bei ihren Tagesgeldangeboten nachgebessert. Für Sparer dürfte zudem der anstehende EZB-Zinsentscheid am Donnerstag interessant sein – für ihn zeichnet sich bereits eine klare Prognose ab.
Nun hat Chase allerdings ein Detail seines Tagesgeldangebots angepasst: Der maximale Betrag, für den der Aktionszins gilt, sinkt von bislang 1.000.000 Euro auf 500.000 Euro. Wie sich das Chase-Tagesgeld aktuell im Vergleich zu anderen Angeboten schlägt, zeigt ein Vergleich.
Tagesgeldkonto von Chase im Überblick:
- Zinssatz Neukunden: 4,0 Prozent p. a. für vier Monate
- Basiszinssatz: 2,0 Prozent p. a.
- Maximalbetrag für Aktionszinssatz: bis 500.000 Euro (zuvor 1.000.000 Euro)
- Zinsauszahlung: monatlich
- Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde / Deutschland
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Tagesgeld bei Chase: So gut sind die Zinsen wirklich
Zum Start des Tagesgeld-Angebots im Mai konnte kaum eine Bank mit den Konditionen von Chase mithalten. Das hat sich mittlerweile geändert. Bei den Tagesgeld-Angeboten liegt aktuell Revolut mit 4,25 Prozent p. a. vor der Renault Bank*, die 4,1 Prozent bietet. Erst darauf folgen Chase* und die Sparda-Bank Nürnberg mit jeweils 4,0 Prozent. Mit 3,91 Prozent liegt die Ikano Bank*, die Hausbank von Ikea, noch nah an der Vier-Prozent-Marke. Einen weiterführenden Vergleich der Angebote finden Sie in einem separaten Text.
Das Tagesgeld-Angebot von Chase im Detail
An den Konditionen hat sich bei Chase seit dem Deutschland-Start im Mai wenig verändert: Mit 4,0 Prozent p. a. bei monatlicher Ausschüttung der Erträge bezahlt die Direktbank weiterhin einen sehr hohen Aktionszins. Dieser ist deutlich höher als die aktuelle Inflationsrate, die laut Statistischem Bundesamt im August 2026 bei 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr lag.

Auch die Zinsbindung ist mit vier Monaten gleichgeblieben. Wenn diese abläuft, greift der variable Zinssatz für Bestandskunden, der derzeit 2,0 Prozent beträgt. Auch das ist ein vergleichsweise hoher Wert. Denn laut einer Analyse des Verbraucherportals Verivox erhalten Bestandskunden im bundesweiten Durchschnitt derzeit nur 1,34 Prozent aufs Tagesgeld.
Ebenfalls gut zu wissen: Obwohl es sich bei Chase um eine US-amerikanische Bank handelt, sind Einlagen bis 100.000 Euro über die deutsche gesetzliche Einlagensicherung abgedeckt. Warum das deutsche Schutzsystem als besonders sicher gilt und welche Banken ihm angehören, lesen Sie in einem separaten Artikel. Weitere Informationen zur Einlagensicherung bietet auch der Ratgeber „So sicher sind Tagesgeld und Festgeld“.
Fazit: Chase-Tagesgeldkonto kann sich lohnen
Sparerinnen und Sparer erhalten bei Chase weiterhin einen der höchsten Zinssätze für Tagesgeld. An der Spitze der Angebote steht die Direktbank allerdings nicht mehr. Dennoch ist das Angebot vergleichsweise einfach zu handhaben, da kein Girokonto erforderlich ist. Auch der Anschlusszins von 2,0 Prozent p. a. ist weiterhin konkurrenzfähig. Ein Minuspunkt ist die Senkung des maximalen Anlagebetrags – auch wenn Sparer zunächst einmal mehr als 500.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto haben müssten, um von dieser Begrenzung betroffen zu sein.
Die Zinsbindung könnte bei Chase ebenfalls etwas länger ausfallen. Wer vor dem nächsten Bankenwechsel möglichst lange Ruhe haben will, findet in unserem Ratgeber „Tagesgeld-Angebote mit langer Zinsgarantie“ entsprechende Alternativen.
Tagesgeld-Rechner bietet schnellen Vergleich
Aktuelle Tagesgeld-Angebote lassen sich auch in unserem Rechner vergleichen. Hier können Sie Tagesgeldkonten nach Anlagesumme, Dauer der Zinsgarantie und Einlagensicherung filtern:
Wichtig zu wissen: Tagesgeld-Rechner bieten in der Regel keine vollständige Markttransparenz. Es können also Angebote fehlen.
Quellen
Tagesgeld aus Deutschland: Banken bezahlen bis zu 4,0 Prozent Zinsen, in: Berliner Morgenpost. Zuletzt abgerufen am 28.07.2026
Kostenloses Tagesgeldkonto: 4 Prozent Zinsen p. a., in: Chase. Zuletzt abgerufen am 28.07.2026
Tagesgeld-Vergleich im Juli: Bis zu 4,0 Prozent Zinsen sind möglich, in: Berliner Morgenpost. Zuletzt abgerufen am 28.07.2026
Inflationsrate im Juni 2026 bei 2,3 Prozent, in: Statistisches Bundesamt. Zuletzt abgerufen am 28.07.2026
Sparzinsen steigen vor EZB-Entscheid, in: Verivox. Zuletzt abgerufen am 28.07.2026


