Egal ob als finanzielles Polster für unvorhergesehene Kosten, zum Ansparen für die nächste Reise oder als sicherer Baustein innerhalb der eigenen Anlagestrategie – Tagesgeld ist vielseitig einsetzbar. Der große Vorteil: Das angelegte Geld steht jederzeit zur freien Verfügung und kann gleichzeitig, je nach Angebot, ordentliche Zinserträge einbringen.

Wer zusätzliche Sicherheit sucht, kann gezielt nach Tagesgeldkonten mit deutscher Einlagensicherung suchen. Zwar sorgt eine EU-weite Regelung grundsätzlich dafür, dass Spareinlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt sind – die konkrete Umsetzung dieses Schutzes liegt jedoch bei den jeweiligen nationalen Einlagensicherungssystemen. Da Deutschland als besonders finanzstark und kreditwürdig gilt, genießt die hierzulande organisierte Absicherung ein hohes Vertrauen.

Bleibt die Frage: Bei welchen Banken ist das Tagesgeld tatsächlich über die deutsche Einlagensicherung abgedeckt – und wo gibt es derzeit die besten Zinsen?

>> Über aktuelle Zinsänderung bei Tagesgeld- und Festgeldangeboten informiert der Spar-Ticker. <<

Tagesgeld: Beste Zinsen aus Deutschland im Überblick

Ein besonders hohes Maß an Sicherheit und hohe Zinsen schließen sich nicht aus. Wir haben aus dem Tagesgeld-Vergleich die besten Angebote mit deutscher Einlagensicherung herausgesucht und stellen sie im Folgenden vor:

Chase: 4,0 Prozent Tagesgeld-Zinsen mit deutscher Einlagensicherung

Chase gehört zur US-amerikanischen Großbank J.P. Morgan und ist in Deutschland mit einem Tagesgeldkonto gestartet. Da das Unternehmen in Berlin sitzt, gilt die gesetzliche Einlagensicherung Deutschlands. Weitere Details zu den Konditionen zeigt der Check des Angebots.

  • Zinssatz Neukunden: 4,0 Prozent p. a. für vier Monate
  • Basiszinssatz: 2 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 500.000 Euro
  • Zinsauszahlung: monatlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde (Deutschland)

>> Aktion von Chase* hier checken

Was bedeutet das *-Symbol im Text?

Einige Links in diesem Beitrag sind mit einem *-Symbol gekennzeichnet. Dabei handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links einen Abschluss tätigen, erhalten wir von der jeweiligen Bank eine Provision. Dies beeinflusst jedoch nicht unsere unabhängige Bewertung und Auswahl der hier aufgeführten Finanzprodukte.

VW Bank: 3,5 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld

Die VW Bank hat gerade die Zinsen von 3,1 Prozent p. a. auf 3,5 Prozent p. a. angehoben. Geblieben ist die mit sechs Monaten vergleichsweise lange Zinsgarantie. Mehr Details liefert der Angebots-Check.

  • Neukunden-Zinssatz: 3,5 Prozent p. a. für sechs Monate
  • Basiszinssatz: 1 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: unbegrenzt
  • Zinsauszahlung: monatlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde (Deutschland)

>> Aktion der VW Bank* hier checken

Hamburg Direct Bank: 3,61 Prozent Tagesgeld-Zinsen aus der Hansestadt

Das Geldhaus mit Sitz in Hamburg bietet Neukunden derzeit 3,61 Prozent Zinsen p. a. für vier Monate. Klar, dass hier die gesetzliche Einlagensicherung Deutschlands greift. Weitere Details finden Sie im Check des Angebots.

  • Zinssatz Neukunden: 3,61 Prozent p. a. für vier Monate
  • Basiszinssatz: 2,0 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 150.000 Euro
  • Zinsauszahlung: quartalsweise
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde (Deutschland)

>> Aktion der Hamburg Direct Bank* hier checken

Postbank: 3,2 Prozent Tagesgeld-Zinsen für neues Geld

Bei der Postbank gibt es derzeit eine Tagesgeld-Aktion, an der Neu- und Bestandskunden teilnehmen können. Wer bis zum 26. Oktober 2026 mindestens 2500 Euro einzahlt, erhält ab dem 1. November 2026 dann 3,2 Prozent Zinsen über sechs Monate.

  • Aktionszinssatz: 3,2 Prozent p. a. für sechs Monate
  • Basiszinssatz: 0,75 Prozent p. a.
  • Mindest-/ Maximalbetrag: 2500 Euro / 250.000 Euro
  • Zinsauszahlung: quartalsweise
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde / Deutschland
  • Besonderheiten: Einzahlung von mindestens 2500 Euro bis 26. Oktober 2026 erforderlich, Geld darf nicht von Konten oder Depots der Deutschen Bank oder Postbank stammen. Aktionszins gilt ab dem 1. November 2026.

>> Aktion der Postbank* hier checken

ING-Tagesgeldkonto: Deutsche Einlagensicherung und 3,75 Prozent Zinsen

Die ING ist zwar ursprünglich eine niederländische Bank. Ihr Angebot in Deutschland ist allerdings durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) reguliert und fällt unter die deutsche Einlagensicherung. Wer ein Girokonto zum Tagesgeldkonto bei der Direktbank eröffnet, kann derzeit 3,75 Prozent p. a. für vier Monate erhalten. Ein separater Artikel erklärt die Konditionen im Detail.

  • Zinssatz Neukunden: bis zu 3,75 Prozent p. a. für vier Monate
  • Basiszinssatz: 0,75 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 250.000 Euro
  • Zinsauszahlung: jährlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde (Deutschland)
  • Besonderheit: Eröffnung eines Girokontos erforderlich, ansonsten 3,20 Prozent p. a. für vier Monate

>> Aktion der ING* hier checken

1822direkt: Sparkasse online mit hohen Tagesgeld-Zinsen

Die 1822direkt ist ein Online-Ableger der Frankfurter Sparkasse. Hier können Anlegerinnen und Anleger aus ganz Deutschland ein Tagesgeldkonto eröffnen – abgesehen von Kundinnen und Kunden des Frankfurter Haupthauses.

  • Zinssatz Neukunden: 3,5 Prozent p. a. für sechs Monate
  • Basiszinssatz: 0,6 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 250.000 Euro
  • Zinsauszahlung: jährlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde
  • Besonderheiten: Kunden der Frankfurter Sparkasse ausgeschlossen

>> Aktion der 1822direkt* hier checken

Bank of Scotland: Die längste Zinsgarantie aufs Tagesgeld

Die Bank of Scotland ist eine Marke der Lloyds Bank mit Sitz in Berlin, für die ebenfalls das deutsche Sicherungssystem greift. Das Geldhaus garantiert 3,0 Prozent Zinsen für bis zu ein Jahr. Einzige Bedingung: Der Einlagenzins der EZB muss mindestens 1,5 Prozent (aktuell: 2,5 Prozent) betragen. Ein weiterer Artikel erklärt die Konditionen im Detail.

  • Zinssatz Neukunden: 3,0 Prozent p. a. für bis zu 12 Monate
  • Basiszinssatz: 1,25 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 100.000 Euro
  • Zinsauszahlung: monatlich
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro (Deutschland)

>> Aktion der Bank of Scotland* hier checken

Targobank-Tagesgeldkonto mit 3,25 Prozent Zinsen

Eine frische Zinserhöhung gibt es bei der Targobank, die statt 2,8 Prozent jetzt 3,25 Prozent p. a. für vier Monate bietet – deutsche Einlagensicherung inklusive.

  • Zinssatz Neukunden: 3,25 Prozent p. a. für vier Monate
  • Basiszinssatz: 0,6 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: eine Million Euro
  • Zinsauszahlung: jährlich zum 31. Dezember
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro (Deutschland)

>> Aktion der Targobank* hier checken

Revolut: 4,25 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld

Obwohl Revolut eine britische Neobank ist, greift beim Tagesgeld die deutsche Einlagensicherung. Um die 4,25 Prozent Zinsen p. a. zu erhalten, müssen Sparerinnen und Sparer allerdings ein Girokonto eröffnen und mehrere Transaktionen pro Monat durchführen. Die exakten Konditionen erklärt die News zum Angebot.

  • Zinssatz Neukunden: 4,25 Prozent p. a. für bis zu vier Monate
  • Basiszinssatz: je nach Kontomodell 1,25 bis 2,50 Prozent p. a.
  • Zinsauszahlung: täglich
  • Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 25.000 Euro
  • Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde (Deutschland)
  • Besonderheiten: Eröffnung eines Girokontos; drei Kartenzahlungen mit mindestens 5 Euro alle 30 Tage erforderlich

>> Angebot von Revolut* hier checken

Datenstand ist der 23. September 2026. Es gelten die AGB der jeweiligen Bank. Alle Angaben ohne Gewähr.

Tagesgeld-Zinsen: Weitere aktuelle Angebote im Vergleich

Neben den oben genannten Angeboten bieten aktuell viele Banken Neukunden-Aktionen fürs Tagesgeld. Im Rechner unten lassen sie sich nach Sparsumme, Einlagensicherung und Dauer der Zinsgarantie filtern. Wer möglichst lange stabile Konditionen haben will, findet entsprechende Angebote im Ratgeber „Tagesgeld mit langer Zinsgarantie“.

Warum gilt die deutsche Einlagensicherung beim Tagesgeld als besonders sicher?

Gemäß EU-Richtlinie (2014/49/EU) muss eine Bank Mitglied eines Einlagensicherungssystems sein, damit sie ihre Dienste im Euro-Raum anbieten darf. Dieser Schutzschirm soll bei der Insolvenz eines Geldhauses Spareinlagen von bis zu 100.000 Euro je Kunde schützen. Vorgesehen ist eine Erstattung innerhalb von sieben Werktagen nach Feststellung des Anspruchs.

Allerdings existiert trotz einheitlicher Standards kein europaweites Schutzsystem. Stattdessen hat jedes Land eine eigene gesetzliche Einlagensicherung. In Deutschland etwa ist das die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), in Frankreich der Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution (FGDR).

Wer genau zuständig ist, kann im Ernstfall einen Unterschied machen. Vor allem bei einer systemischen Bankenkrise besteht die Gefahr, dass der Schutzschirm nicht alle Sparerinnen und Sparer entschädigen kann. Denn die Sicherungssysteme müssen nur eine Kapitalausstattung von 0,8 Prozent der gedeckten Einlagen ausweisen.

The ECB (European Central Bank) in Frankfurt am Main in front of a dramatic sky
Bei einer schweren Bankenkrise kann die Einlagensicherung überfordert sein. Dann bleibt nur noch die Hoffnung auf den Staat.© Getty Images/iStockphoto | Frank Wagner

Reichen die vorhandenen Gelder nicht aus, müssen die weiteren Mitglieder des Einlagensicherungsfonds nachschießen. Das kann zum Problem werden, wenn viele große Geldhäuser betroffen sind. Und dann bleibt für Anlegerinnen und Anleger nur die Hoffnung, dass der Staat einspringt.

Ob dieser helfen kann, hängt allerdings von seiner eigenen finanziellen Lage ab. Hier gibt es große Unterschiede: Deutschland steht beispielsweise sehr gut da. Das zeigen die Bewertungen von Rating-Agenturen: So vergibt Standard & Poor’s die Höchstnote (AAA) mit stabilem Ausblick für die langfristige Bonität. Zum Vergleich: Italien liegt mit einem Rating von BBB+ sieben Stufen darunter.

Mehr Details zur Einlagensicherung und wie im Ernstfall das Erstattungsverfahren funktioniert, erklärt der Ratgeber „So sicher sind Tagesgeld und Festgeld“.

Ist Tagesgeld in anderen Ländern ähnlich sicher wie in Deutschland?

Deutschland ist nicht das einzige EU-Land, das in der Bewertung von Standard & Poor‘s ein AAA-Rating erhält. Auch die Niederlande, Schweden und Luxemburg haben eine Top-Bonität. Im Krisenfall besteht in Deutschland, Schweden, Luxemburg oder den Niederlanden also eine höhere Wahrscheinlichkeit als in anderen Ländern, dass der Staat finanzielle Lücken schließen oder Banken retten kann, wenn die Einlagensicherung an ihre Grenzen stößt.

Auf diese zusätzliche Sicherheit setzen Anlegerinnen und Anleger, wenn sie sich zum Beispiel für ein Tagesgeldkonto mit deutscher Einlagensicherung entscheiden. Einer Sache sollten sie sich dabei allerdings immer bewusst sein: Der Rechtsanspruch auf Entschädigung besteht allein gegenüber der Bank. Der Staat ist nicht dazu verpflichtet, Entschädigung zu leisten.

Bitte beachten:

Aktien, Immobilien und andere Investments sind grundsätzlich mit einem Risiko verbunden. Auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Ebenso können Kredite eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Verbraucher sollten ihre finanzielle Situation sorgfältig prüfen und alle Kosten gründlich durchrechnen. Die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten und ersetzen keine fachliche Beratung.

Tagesgeld: Bieten freiwillige Einlagensicherungsfonds mehr Sicherheit?

Einige Banken werben auch mit freiwilligen Mitgliedschaften in weitere Sicherungssystemen, die mitunter Guthaben von bis zu drei Millionen Euro je Kunde abdecken sollen. In Deutschland sind das etwa der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken und der Einlagen­sicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands. Die Bundesbank weist aber ausdrücklich darauf hin, dass hier kein Rechtsanspruch auf Entschädigung für Kundinnen und Kunden besteht.

Wer sein Risiko minimieren will, sollte also seine Einlagen pro Bank auf 100.000 Euro begrenzen und Beträge darüber hinaus auf andere Geldhäuser verteilen. Wichtig zu wissen: In die geschützten 100.000 Euro zählen auch mögliche Guthaben auf Giro- oder Festgeldkonten herein. Kundinnen und Kunden müssen also stets die vollständigen Einlagen bei einer Bank betrachten.

Quellen

Einlagensicherung, in: Deutsche Bundesbank. Zuletzt abgerufen am 23.09.2026

Einlagensicherungsgesetz (EinSiG), in: Gesetze-im-Internet.de. Zuletzt abgerufen am 23.09.2026

Richtlinie 2014/49/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Einlagensicherungssysteme (Neufassung), in: EUR-Lex. Zuletzt abgerufen am 23.09.2026

Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), in: edb-banken.de. Zuletzt abgerufen am 23.09.2026

EU-Einlagensicherung, in: Deutsche Bundesbank. Zuletzt abgerufen am 23.09.2026

Ratings der Bundesrepublik Deutschland, in: Deutsche Finanzagentur. Zuletzt abgerufen am 23.09.2026

Tagesgeld-Vergleich: Aktuell bis zu 4,25 Prozent Zinsen möglich, in: Berliner Morgenpost. Zuletzt abgerufen am 23.09.2026