„Er hat so eine enorme Wärme und Herzlichkeit ausgestrahlt. Bis zum letzten Atemzug“, erinnert sich Christina Käßhöfer an ihren Vater. Die Trauer über den Verlust ihres geliebten Papas ist immer noch greifbar, auch wenn sein Tod nun ein Jahr her ist und seine letzten Lebenstage sehr schwer waren. Wolfgang Käßhöfer ist 62, als er die Diagnose Parkinson erhält. Bei dem weit gereisten, erfolgreichen Unternehmer beginnt die Erkrankung schleichend. Als er am 14. September 2025 mit 83 Jahren stirbt, ist von dem unterhaltsamen, sportlichen Mann wenig übrig.

Er hat Pflegegrad 5, kann nicht aufstehen, wird künstlich ernährt und antwortet nicht mehr. Christina Käßhöfer und ihre Mutter begleiten und versorgen ihn im Alltag – unterstützt durch Fachkräfte. Eine Lebensaufgabe, die bei der 54-Jährigen Spuren hinterlässt. Ihr Versprechen an den Vater, ihn niemals in ein Heim zu geben, bereut Käßhöfer nicht, dennoch bringt sie die Entscheidung oft an ihre persönlichen Grenzen. Was besonders zermürbend war, warum sie das Gesundheitssystem kritisiert und was sie Betroffenen rät.

Als bei Wolfgang Käßhöfer die ersten Parkinson-Symptome auffallen, macht seine einzige Tochter Christina gerade in den USA Karriere. „Meine Eltern wollten mir das zunächst gar nicht sagen, damit ich mir keine Sorgen mache. Ich habe es durch Zufall herausbekommen, weil ich ein Medikamentenpäckchen entdeckt habe, als ich zu Besuch war“, berichtet die damals Anfang 30-Jährige. Der anfängliche Schock über die Diagnose weicht schnell einer optimistischen „Wir schaffen das gemeinsam“-Grundstimmung.