Es ist ein Samstagabend vor über 15 Jahren, als die Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Inga Körte am MRT-Scanner sitzt, um an ihrer Studie zu Schädel-Hirn-Traumen zu arbeiten. In der jungen, gesunden Kontrollgruppe sind auch ein paar Amateurfußballspieler. Als die Forscherin deren Gehirn unter die Lupe nimmt, wird sie stutzig: „Der venöse Blutabfluss aus dem Gehirn sah den Bildern von Schädel-Hirn-Trauma-Patienten erstaunlich ähnlich. Also fragten wir uns, was diese Gruppe besonders macht, und kamen darauf: Sie alle spielten viele Kopfbälle.“
2011 veröffentlicht Körte eine kleine Studie dazu – die erste von vielen weiteren der Münchner Professorin. Im Interview mit dieser Redaktion erklärt sie, wie gefährlich die Kopfball-Erschütterungen fürs Gehirn sind, welche überraschenden Mechanismen dabei in Gang gesetzt werden und was die dramatischen Folgen sein können.






