„Stell dir Tinder vor – nur dass deine Familie, die Familie der anderen Person und Freunde gleich mit im Chat sitzen.“ So beschreibt Shreya (28) aus Brüssel, die nur mit ihrem Vornamen genannt werden möchte, die arrangierte Partnersuche. Ihre Eltern meldeten sie auf Matchmaking-Plattformen an und sichteten Kandidaten. Wen sie kennenlernen wollte, entschied Shreya selbst.
Geheiratet hat sie schließlich Ankur (31), den sie seit ihrer Kindheit in Indien kennt und selbst gewählt hat. „Erst haben wir uns füreinander entschieden, dann haben wir unsere Eltern eingeweiht“, erzählt sie. Ein Weg, den einige aus ihrem Kulturkreis nicht unbedingt gehen. Shreya kennt einige Beispiele arrangierter Ehen, verteufelt sie auch nicht. Die Frage ist: Kann diese Art der Beziehung – solange sie nicht unter Zwang passiert – langfristig sogar stabiler sein? Ist es möglicherweise sogar gesünder, wenn uns die rosarote Brille und ein toxisches Beuteschema nicht im Weg stehen?






