Dr. Matthias Riedl
Dr. Matthias Riedl © FUNKE Foto Services | Thorsten Ahlf

Zusammenfassung

  • Mit den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht
  • Eine angepasste Ernährung sowie regelmäßige Bewegung sind in dieser Lebensphase besonders wichtig
  • Ernährungsmediziner Dr. Riedl erklärt, was Frauen und Männer unbedingt beachten sollten

Öffentlich über die Wechseljahre sprechen? Noch vor wenigen Jahren galt das als Tabuthema. Heute hat sich die Scham und Verschwiegenheit rund um diese ganz natürliche Lebensphase deutlich gelockert. Millionen Frauen wissen aus Erfahrung, wie es ist, von Hitzewallungen, Schlafstörungen und spontanen Schweißausbrüchen geplagt zu werden. Was oftmals vergessen wird: Auch Männer durchleben die Wechseljahre, die sich bei ihnen in den Folgen allerdings etwas anders äußern.

„Bei Frauen verläuft es relativ abrupt, das macht es deutlich spürbar“, sagt Dr. Matthias Riedl. „Männer werden ganz schleichend älter.“ Die Produktion des Sexualhormons Testosteron lässt bei Männern Jahr für Jahr lediglich um etwa ein Prozent nach. „Da merkt man den Unterschied vom letzten zu diesem Jahr nicht“, erklärt der Hamburger Ernährungsmediziner. „Bei Frauen ist der Rückgang der Östrogen- und Progesteronproduktion spürbar und relativ zügig.“ Zusätzlich habe bei Frauen der abrupte Wechsel auch einen psychologischen Einfluss, schließlich müssten sie damit klarkommen, dass ihre Fruchtbarkeit ende. Wie Frauen, aber auch Männer, mit Beginn der Wechseljahre ihre Ernährung anpassen sollten, um Erkrankungen vorzubeugen, und in welchen Fällen eine Hormonersatztherapie Beschwerden lindern kann, erklärt der Ernährungsexperte hier.