- Gerade in langjährigen Beziehungen schleicht sich oft ein Gerangel um die Macht in der Beziehung ein
- Doch die Frage danach, wer das Sagen hat, ist mehr als ein einfacher Streit
- Unser Experte erklärt die Gründe – und zeigt Lösungsansätze bei Machtkämpfen auf
Es beginnt selten mit einem Paukenschlag. Meistens beginnt es mit dem Geschirrspüler. „Du räumst ihn nie richtig ein“, sagt sie. „Dann mach’s doch selbst“, sagt er. Und schon sind sie mittendrin – nicht in einer Diskussion über Teller, sondern in einem der ältesten Spiele der Welt: Wer hat hier eigentlich das Sagen?
Nennen wir dieses Paar Clara und Tobias: Beide sind Mitte vierzig, seit fünfzehn Jahren zusammen, haben zwei Kinder, ein Haus – und ein unsichtbares Punktekonto, das beide akribisch führen. Solche Paare erleben wir, das Paartherapeuten-Paar Andrea Katz-Straden und Gisbert Straden, in unserer Praxis immer wieder. Sie kommen zu uns, weil sie glauben, ein Kommunikationsproblem zu haben – und im Gespräch zeigt sich, dass sie längst in einem Machtkampf stecken. Wie solche Dynamiken entstehen, woran man Machtkämpfe erkennt und wie Paare wieder aussteigen können, darum geht es in dieser Kolumne.





