- Psychologe Gerhard Hafner arbeitet seit fast 40 Jahren mit gewalttätigen Männern
- Er erklärt, was oft hinter gewalttätigem Verhalten steckt und was häufige Trigger sind
- Wie die Beratung abläuft, was die Männer lernen und wie erfolgreich Therapie wirklich ist
Die Männer, die in den vergangenen Jahrzehnten bei Gerhard Hafner in der Beratung aufgeschlagen sind, kamen nur selten aus freien Stücken. Meist wurden sie geschickt – etwa von der Strafjustiz, einem Familiengericht oder dem Jugendamt. „Manchmal auch von der Partnerin oder Ex-Partnerin“, erklärt der 76-jährige Psychologe, der erst seit letztem Jahr im Ruhestand ist.
Zwar können auch Frauen Täterinnen sein, aber: Laut Zahlen des Bundeskriminalamts sind rund 80 Prozent der Opfer partnerschaftlicher Gewalt weiblich. Hafner hat deshalb sein Leben der Täterarbeit verschrieben, gründete unter anderem schon 1987 zusammen mit anderen eine Männer-Beratungsstelle in Berlin. Im Interview verrät der Psychologe, wie er über 40 Jahre lang mit Gewalttätern gearbeitet hat, welche Auslöser die größte Rolle spielen und ob eine Heilung für immer möglich ist.
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