Dass genügend Schlaf wichtig für die Gesundheit ist, wurde hinlänglich erforscht. Doch wie sieht es aus mit der Regelmäßigkeit, mit der wir ins Bett gehen? Macht es einen Unterschied, ob man jeden Abend zur selben Uhrzeit einschläft, oder häufig noch die halbe Nacht wach bleibt? Gerade Personen, die im Schichtdienst arbeiten, wie Gesundheitspersonal oder Mitarbeitende in der Industrie, können sich kaum davor drücken.

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Eine finnische Studie hat das untersucht. Über einen Zeitraum von rund zehn Jahren haben die Forschenden ihre Probandinnen und Probanden begleitet. Eine Gruppe ging dabei jeden Abend zur selben Zeit ins Bett. Bei einem Teil der Untersuchten jedoch schwankte die Zubettgehzeit um mehr als zwei Stunden. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

So belastend können unregelmäßige Zubettgehzeiten sein

In der Langzeitstudie stellten sich die Forschenden die Frage, ob unregelmäßige Schlafzeiten das Risiko für sogenannte MACE-Erkrankungen steigen lassen. Das sind vor allem Schlaganfälle und Herzinfarkte. Die Probandinnen und Probanden mussten dafür Wearables tragen, also handelsübliche Geräte, die Daten über die Schlafqualität sammeln.

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Das Resultat: Personen, deren Zubettgehzeit stark schwankt, haben demnach ein erhöhtes Risiko, schwere Herzerkrankungen zu bekommen. Sie erlitten rund doppelt so häufig Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Allerdings vor allem dann, wenn sie gleichzeitig auch unterdurchschnittlich wenig schliefen, also weniger als 7 Stunden und 56 Minuten. Der Zeitpunkt des Aufstehens scheint im Gegensatz dazu keinen Unterschied zu machen.

Erste Studie zum Zusammenhang von Einschlafzeit und Herzerkrankungen

Schichtarbeit kann im Alltag dazu führen, dass ein regelmäßiger Schlafrhythmus fast unmöglich ist. Jedoch scheinen solche Arbeitsgruppen den Effekt im Vergleich relativ gut wegzustecken. Rechnet man sie aus der Studie heraus, ist das Risiko für schwere Herzerkrankungen noch höher. Wer also ohne Not zu häufig zu spät ins Bett geht und dann auch noch zu wenig schläft, scheint laut den Ergebnissen aus Finnland seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

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Nicht nur genügend Schlaf, sondern auch regelmäßiger Schlaf: Dass das wichtig ist, konnten Forschende aus Finnland nachweisen.© dpa-tmn | Monique Wüstenhagen

Laura Nauha war maßgeblich an der Studie beteiligt. Gegenüber der Universität Oulu betont die Forscherin, wieso die Studie besonders ist: „Dies ist das erste Mal, dass wir die Variabilität von Einschlafzeit, Aufwachzeit und dem Schlafmittelpunkt – sowie deren unabhängige Zusammenhänge mit schwerwiegenden Herzereignissen – getrennt voneinander untersucht haben.“

Die neuen Forschungsresultate zeigen also ein weiteres Mal, wieso es ist unabdingbar ist, auf guten Schlaf zu achten. Auch wenn das im Alltag manchmal schwierig werden kann. Wer sich vor Schlaganfällen und Herzerkrankungen schützen möchte, sollte daher Schlafqualität priorisieren.