- Viele Menschen haben ständig Kontakt zu ihren Eltern, vor allem zur Mutter
- Psychologin Stefanie Stahl erklärt: Das muss nicht unbedingt gesund sein
- Wie man toxische Dynamiken entlarvt und was man dann unbedingt tun sollte
Eine enge Freundin von mir – nennen wir sie hier Jenny – hat über den Tag verteilt mehrmals Kontakt zu ihrer Mutter. Neben diversen WhatsApp-Nachrichten wird mindestens einmal am Tag telefoniert. Den Austausch mit Mama bezeichnet die toughe Geschäftsfrau als super, missen möchte sie ihn nicht. Gelegentliche Kommentare wie „Endlich gehst du ran“, „Da bist du ja, ich habe mir Sorgen gemacht“ versucht sie dabei so gut es geht zu ignorieren. Jenny ist bei Weitem nicht die Einzige, die täglichen Eltern-Kontakt pflegt. Etwa ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland macht es genauso.
Über die Qualität der Bindung zu den Eltern sage das allerdings wenig aus, betont Psychologin und Bestsellerautorin Stefanie Stahl. „Du kannst eine wunderbare, gesunde Beziehung zu deiner Mutter haben und nur einmal im Monat telefonieren. Und du kannst eine hochproblematische Beziehung haben und jeden Tag mehrmals Kontakt.“ Im Interview mit unserer Redaktion erklärt Stahl, warum uns manchmal nicht bewusst ist, was die wirklichen Beweggründe hinter einem engen Kontakt sein können, wann es problematisch wird und welche Auswirkungen das aufs gesamte Leben haben kann.






