Die Hitze hat Deutschland fest im Griff. Und noch stehen die heißesten Tage bevor: „Der Höhepunkt der Hitzewelle ist am Wochenende“, sagt Meteorologe Georg Haas von wetter.com. Ein deutscher Wetterrekord steht an: „Es gab noch nie 40 Grad oder mehr im Juni.“ Von Freitag bis Sonntag soll diese Marke vielerorts in Deutschland überschritten werden.

Drei Tage mit Temperaturen über 40 Grad. Wie besonders das ist, verdeutlicht Haas an einer Zahl: Im gesamten 20. Jahrhundert gab es demnach nur einen einzigen Tag, an dem in Deutschland eine Temperatur von 40 Grad gemessen wurde. „Und es waren neun Tage seit dem Jahr 2000.“ Wie es mit dem Sommerwetter in diesem Jahr weitergeht, prognostiziert der aus dem Fernsehen bekannte Experte hier.

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Am Sonntag mündet die heiße Phase in starke Gewitter, sagt der Experte. „Die Gewitter am Sonntag werden in einer sehr energiereichen Luft stattfinden. „Da, wo die Gewitterzentren sind, wird es richtig heftig.“ Sie sollen eine Abkühlung einleiten. Am Montag werde es dann deutlich kühler. „Dann pendeln sich die Temperaturen in den Normal-Sommer-Bereich ein.“ Haas rechnet mit Tages-Höchsttemperaturen zwischen 20 und 28 Grad.

In der Woche danach könnte es wieder deutlich anders aussehen. Denn über Frankreich werde sich ein Hitze-Hotspot aufbauen. Ob die Hitze dann auch nach Deutschland kommt, sei noch nicht klar zu sagen, erklärt Haas. „Die Tendenz geht in Richtung Hitze-Comeback.“ Das sei noch eine vorsichtige Prognose, er halte es aber für die wahrscheinlichste Variante, sagt der Meteorologe.

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Wie heiß der Sommer – der kalendarisch schließlich erst am 21. Juni angefangen hat – insgesamt wird, hänge dann von der Großwetterlage ab. Wenn er raten müsste, würde er aber eher auf einen zu heißen Sommer tippen, sagt Haas. „Solche Ereignisse, wie wir es jetzt erleben, werden häufiger, länger anhaltend und heftiger. Das ist, was die Klimamodelle seit Jahrzehnten prognostizieren.“ Auch was Hitzerekorde angeht, sei das „Ende der Fahnenstange“ noch nicht erreicht.

Immerhin: Das Wetterphänomen „El Niño“, das alle paar Jahre für extreme Wetterereignisse sorgt, werde auf das deutsche Wetter in diesem Sommer keinen Effekt haben. Bei „El Niño“ handelt es sich, vereinfacht gesagt, um eine vorübergehende Erwärmung der Meeresoberfläche im tropischen Pazifik, die die Wind- und Meeresströmungen verändert. Dadurch wird in vielen Teilen der Welt das Wetter beeinflusst. „‚El Niño‘ baut sich gerade auf und wirkt frühestens im Herbst bei uns.“ Im Winter könne der Effekt mildernd wirken.