Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, checkt Claudia Baldauf stündlich die Wettervorhersage. Wann wird es morgens heiß? Wann wird es endlich kühler? Die 46-Jährige versucht, die Hitze, so gut es geht, zu vermeiden. Damit ist sie während einer Hitzewelle nicht allein. Doch für Claudia sind hohe Temperaturen nicht nur mit Schwitzen verbunden, sondern auch mit psychischem Stress und körperlichen Symptomen. Sie leidet an Thermophobie, also der Angst vor Hitze.

Die Thermophobie werde zwar in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben, betreffe aber nur wenige Menschen, sagt Prof. Peter Zwanzger. Er ist der erste Vorsitzende der Gesellschaft für Angstforschung (GAF) und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Eine Phobie ist eine Form der Angststörung und hat einen spezifischen Auslöser, erklärt der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Und der kann auch Hitze sein: „Man kann sich vor allem fürchten.“ Wie es Claudia damit ergeht und was Betroffenen helfen kann.

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