- 53 Prozent der Frauen kommen mit ihrem Einkommen alleine nicht klar
- Viele Paare trennen sich nicht, weil es zu Geldsorgen führen könnte
- Zwei Therapeutinnen erklären, welche Möglichkeiten es hier gibt
Schon eine Hochzeit ist für viele Paare ein finanzieller Kraftakt: fünfstellige Budgets, nicht selten auf Kredit. Doch das Ende einer Beziehung kann noch teurer werden als ihr Anfang. Aus einem gemeinsamen Haushalt werden plötzlich zwei Leben mit eigener Miete, Kaution, Versicherungen und oft auch zwei Kinderzimmern. Wer sich trennt, beendet deshalb nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern muss Alltag, Konten und Zukunftspläne entflechten.
So bleiben manche Paare zusammen, obwohl sie innerlich längst getrennt sind. Nicht aus Liebe, sondern weil sie sich das Gehen nicht leisten können. Aus der Beziehung wird eine unfreiwillige Wohngemeinschaft: Man teilt Küche, Kalender und Elternpflichten, aber kaum noch Nähe. Was das mit Paaren macht, erklären die Berliner Psychologin Diana Boettcher und die Paartherapeutin Louisa Scheel. Beide erleben in ihrer Arbeit, wie stark Geld, Wohnungsmarkt und tradierte Rollenbilder intime Beziehungen prägen.






