Immer wieder dieselben Diskussionen, kaum noch Gemeinsamkeiten und keine Gefühle mehr für den Partner oder die Partnerin. Viele Paare denken in derartigen Situationen über eine Trennung nach. Doch wenn die Liebe, die einen einst zusammengebracht hat, im Laufe der Jahre irgendwo zwischen Wäschebergen und Kinderbetreuung verloren gegangen ist, sieht das schon anders aus. Sind gemeinsame Kinder im Spiel, beeinflusst das häufig die Trennungsentscheidung. Oft wird eine unglückliche Beziehung sogar der Kinder wegen noch über Jahre hinweg aufrechterhalten – teils bewusst so lange, bis diese aus dem Haus sind.
In Deutschland wird statistisch jede dritte Ehe geschieden. Wie viele unverheiratete Paare sich trennen, wird nicht erfasst. Rund die Hälfte der im Jahr 2023 geschiedenen Ehepaare hatte laut Statistischem Bundesamt minderjährige Kinder. Insgesamt waren 2023 etwa 109.600 Minderjährige von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.
Psychologin: Dieser Gedanke kann bei einer Trennung entlastend sein
Viele Eltern, die sich über eine mögliche Trennung Gedanken machen, fühlen sich ihren Kindern gegenüber schuldig. „Ich trenne mich von meinem Partner, nicht von meiner Familie“, sagt Yvonne C. Beuckens. Sie ist Diplom–Psychologin aus Bad Nauheim. „Für viele Eltern ist es eine Entlastung, sich das klarzumachen.“


