Es sollte eine praktische Lösung für die gemeinsame Zukunft sein – der Einzug ins Elternhaus des Partners. Doch für Marion wurde der Umzug zu den Schwiegereltern in ein kleines Dorf im Süden Deutschlands zur dauerhaften Belastungsprobe für ihre Ehe. Eingebunden in ein enges familiäres Umfeld, kämpft die Mutter eines sechsjährigen und eines einjährigen Kindes seit Jahren um Privatsphäre – und vor allem um die Solidarität ihres Mannes.

Doch der Grundstein für die anhaltenden Konflikte wurde bereits davor gelegt. „Der Umzug war eher eine Entscheidung meines Mannes und seiner Eltern“, erinnert sich Marion, deren Name zum eigenen Schutz anonymisiert wurde. „Es gab einen Notartermin, von dem mir nichts gesagt wurde. Das Haus gehört seitdem ihm, wir haben keinen Ehevertrag.“ Und genau dieser Moment, da ist sich Marion heute sicher, habe ihre Ehe womöglich stärker beschädigt als alles, was danach kam. Auch eine Paartherapeutin sieht typische Probleme.

Lesen Sie auch

Einzug bei den Schwiegereltern: Alles begann mit einem Vertrauensbruch