Als sich Martin Kaiser bei der Berliner Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Lisa Zimmermann meldet, scheint er schon zu wissen, was in seinem Leben schiefgeht. Er erlebt sich als ständiges Opfer narzisstischer Frauen. Nach drei Ehen, drei eigenen Kindern, mehreren mitversorgten Kindern seiner Partnerinnen und zwei gebauten Häusern fühlt er sich benutzt und erschöpft. Und er fühlt sich um die Liebe betrogen. In Zimmermanns Texten über Narzissmus erkennt er vor allem seine dritte Ehefrau wieder, von der er inzwischen getrennt ist.
Zu Martins Schutz wurden sein Name und einzelne biografische Daten geändert. Der Kern des Falls ist allerdings unverändert: Martins Ziel ist es, innerhalb weniger Therapiestunden zu verstehen, warum er wieder an eine solche Frau geraten ist. Drei Sitzungen später versteht er: Die Geschichte hat wesentlich mehr mit ihm selbst zu tun, als er wahrhaben will.






