An ihrem 28. Geburtstag bekommt Diarra Anrufe von ihren Freunden. Sie sagen, sie wollen ihr gratulieren, dabei spionieren sie sie aus. Bei jedem Polizeiwagen, den sie an diesem Tag sieht, denkt sie: „Der ist für mich.“ Um zur Ruhe zu kommen, flüchtet sich die junge Frau in den Kölner Stadtwald. Während ihres Spaziergangs begegnet sie einem Mann, der Holz für ein Lagerfeuer aufstapelt. „Ich war fest davon überzeugt: Das ist ein Scheiterhaufen für mich. Hier findet eine Hexenverfolgung statt.“ In ihr Tagebuch schreibt sie später: „Was ich jetzt schreibe, klingt verrückt.“
Liebeswahn, Hexenverfolgung, Gedankenüberwachung durch die Regierung: Was wie ein Horrorfilm klingt, war für Diarra bittere Realität – glaubte sie zumindest. Noch über ein Jahr quält sie sich, bis sie sich endlich Hilfe sucht. Diagnose: paranoide Schizophrenie. Wie sie heute mit der Krankheit lebt, berichtet sie hier.





