• Claras Beziehungen scheitern ein ums andere Mal
  • Erst eine Therapie macht sichtbar, warum sich das Muster immer wiederholt
  • Der Weg aus dem Teufelskreis beginnt mit einer unbequemen Wahrheit

Clara Ammann kommt mit Mitte 40 zum ersten Mal zur Psychotherapie. Äußerlich sieht man ihr die Verzweiflung nicht an. Sie ist beruflich erfolgreich und erfahren darin, sich zusammenzunehmen. Doch fast jede engere Beziehung in ihrem Leben ist irgendwann entgleist. Liebesbeziehungen scheiterten, Freundschaften kippten, auch am Arbeitsplatz gerieten Kontakte immer wieder in Schieflage.

Die Berliner Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Lisa Zimmermann erkennt dahinter ein klares Muster und geht in der Therapie den Ursachen auf den Grund. Ihre Vermutung: narzisstischer Missbrauch in Claras Kindheit. Menschen wie Clara seien oft kaum in der Lage, sich in Beziehungen „frei und selbstbestimmt zu erleben“, so Zimmermann. Die Psychotherapeutin berichtet über diesen Fall aus ihrer Praxis. Sie erklärt, welche Prägungen hinter Claras Problem stecken und wie der Teufelskreis durchbrochen werden kann. Zum Schutz der Patientin sind der Name und einzelne biografische Details verändert.