• Kim-Alexandra Leopold spürte ihr Leben lang, dass sie anders ist
  • Doch bis zur Erklärung war es ein langer, steiniger Weg
  • Wie die 33-Jährige ihre Diagnose heute in ihrem Beruf und als Mutter für sich nutzt

Wenn Kim-Alexandra Leopold strickt, verliert sich die Leipzigerin schnell zwischen ihrer Nadel und dem Wollfaden, der gleichmäßig durch ihre Finger läuft. Ihre Gedanken, die sonst chaotisch durch ihren Kopf wirbeln, werden durch das gleichmäßige Stricken langsam sortiert. „Es ist, als würden sich die 1000 Tabs in meinem Kopf schließen“, sagt die 33-Jährige.

Stricken bedeutet für sie Komfort und Stabilität. Es beruhigt ihr Nervensystem – eine wertvolle Hilfe, denn Kim lebt mit einer Doppeldiagnose: ADHS und Autismus. Zwei Zustände, die Kims Leben prägen, aber lange unbenannt blieben. „Ich habe immer gespürt, dass ich anders bin“, sagt sie. Doch klar wurde das erst viel später. Wie sie heute aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke macht.

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