Wenn wir von Gewalt sprechen, denken wir in erster Linie an physische Übergriffe oder möglicherweise auch an psychologische Grausamkeiten. Es gibt allerdings eine Form, die vollkommen lautlos stattfindet, die völlig ohne Gesten und ohne Worte auskommt. Beim sogenannten Silent Treatment (englisch für Schweigebehandlung) geht es in erster Linie um Kommunikationsentzug und ums Ignorieren.
Es ist eine Form des „Ostrazismus“ (bewusster sozialer Ausschluss) – ein Begriff, der schon in den späten 90er-Jahren vom US-amerikanischen Psychologen Kipling Williams geprägt wurde. Im Interview erklärt Williams seine Forschungsergebnisse, warum das Ignorieren in Beziehungen so schmerzhaft ist und welche fatalen Folgen es für Betroffene haben kann.
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